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Grieben bis Mitte 2019 Staustelle

Achtung Straßenschäden! Noch müssen Kraftfahrer aufpassen, um nicht in eines der vielen Schlaglöcher zu fahren.
Achtung Straßenschäden! Noch müssen Kraftfahrer aufpassen, um nicht in eines der vielen Schlaglöcher zu fahren. © Foto: Volkmar Ernst/GZ
Volkmar Ernst / 31.03.2017, 09:15 Uhr
Grieben (OGA) Vermutlich bis Mitte 2019 werden sich die Bauarbeiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt von Grieben hinziehen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Einwohner stellte Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb für Straßenwesen in Eberswalde am Mittwoch die aktuellen Planungen vor.

Dass weder der Betrieb noch die Griebener mit der langen Bauzeit zufrieden sein können, darüber herrschte Einigkeit. Eine weiträumige Umfahrung der Griebener Baustelle über Neuruppin und Glambeck bis zur Bundesstraße 96 war abgelehnt worden. Denn auch bei der 167 handelt es sich um eine Bundesstraße. Deshalb musste der Landesbetrieb seine Bauplanungen überarbeiten, da für die Ausführung die Ortsdurchfahrt nicht komplett für den Verkehr gesperrt werden durfte.

Die Folge: Für die Arbeiten wird die Ortsdurchfahrt nur noch halbseitig gesperrt. Dadurch verlängert sich jedoch die Bauzeit - und zwar voraussichtlich bis zum Sommer 2019, so die Erklärung von Otte.

Dafür wird die Ausbaustrecke in fünf Abschnitte unterteilt. Die werden zwischen 400 und knapp 500 Meter lang sein, und eine Ampelschaltung sorgt dafür, dass die Fahrzeuge an der Baustelle vorbeigeleitet werden.

Erneuert wird die Fahrbahn auf ihrer kompletten Breite von acht Metern. Die Fahrbahn wird dazu in einer Tiefe von 55 Zentimetern neu aufgebaut. Zusätzlich werden auf der 1 787 Meter langen Ortsdurchfahrt drei sogenannte Verkehrsinseln eingebaut, je eine am Ortseingang und in der Mitte von Grieben. Ihre Funktion: Sie sollen die Kraftfahrer dazu zwingen, ihr Tempo zu reduzieren, wenn sie durch den Ort fahren. Denn eine Begrenzung des Tempos auf unter 50 Kilometer pro Stunde wird es nicht geben. Zudem dienen die Inseln als Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer.

Im Zuge der Straßensanierung wird außerdem die Entwässerung komplett erneuert. Zwei Sedimentationsanlagen werden gebaut, und der Durchlass im Rüthnicker Weg wird saniert.

Begonnen wird mit den Bauarbeiten in der Mitte des Ortes, etwa auf Höhe der Einmündung Friedhofstraße, wo eine Mittelinsel entstehen wird. An diese schließen dann die Baufelder rechts und links jeweils in Richtung Ortsausgang an.

Um Baufreiheit zu schaffen, wird der Gehweg auf der einen Straßenseite aufgenommen, um Platz für eine Ersatzfahrbahn zu schaffen, über die der Verkehr geleitet wird. Dann kann das andere Fahrbahnteilstück nebst Entwässerung saniert werden. Ist das geschafft, wird der Verkehr auf den neuen Teil umgeleitet und die Gegenfahrbahn ausgebaut. Da sich die Breite der Straße - bis auf die Orte, an denen die Verkehrsinseln entstehen - nicht ändert, wird nach Abschluss der Arbeiten der Ersatzfahrstreifen wieder zurückgebaut, und die Anlieger erhalten einen neuen Gehweg. Die Bedenken der Griebener, dass die Häuser unter den Bauarbeiten leiden könnten, konnte Otte zerstreuen: "Weder die im Untergrund liegenden Leitungen werden durch die neue Ersatzfahrbahn beschädigt, noch wird es lauter. Ganz im Gegenteil: Es wird leiser, weil die Ersatzfahrbahn glatt ist." Um seine Zusagen zu untermauern, bot er an, ein Schwingungsgutachten erstellen zu lassen.

In Kauf nehmen müssen die Anlieger indes, dass sie während der aktiven Bauzeit nicht immer mit Fahrzeugen auf ihre Grundstücke kommen. Das gelte für private Autos ebenso wie für Entsorgungs- oder Lieferfahrzeuge. "Das geht leider nicht anders, weil wir auch quer unter der Fahrbahn neue Entwässerungsleitungen verlegen müssen. Aber wir werden die Anlieger über die Zeiten informieren. Bei Bedarf können mit dem zuständigen Bauleiter vor Ort Absprachen getroffen werden. Das hat bislang auf jeder Baustelle geklappt", sagte Otte. Sichergestellt werde immer, dass Rettungsfahrzeuge an die Grundstücke herankommen, so der Fachmann weiter.

Auf die Frage, was passiert, wenn ein privates Auto durch Dritte beschädigt oder sogar gestohlen werde, wenn es während der Bauzeit in einer Nebenstraße abgestellt werden muss, konnte Otte nur auf die Versicherung verweisen. "Nicht für alles haftet der Landesstraßenbetrieb."

Klappt alles wie geplant, sollen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten noch vor Ostern veröffentlicht werden. Damit wäre ein Baubeginn im August möglich, "wenn nichts dazwischenkommt", so Otte. Eingeplant sind zudem zwei Winterpausen, da bei Frost keine Erd- und Straßenbauarbeiten ausgeführt werden können.

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