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Gemüse-Detektive in Grüneberg im Einsatz

Hatten ihren Spaß: Die Vorschul- und Hortkinder der Grüneberger Kita "Pusteblume" halfen Peter Müller nach besten Kräften, um die neuen Hochbeete im Garten für die Bepflanzung vorzubereiten.
Hatten ihren Spaß: Die Vorschul- und Hortkinder der Grüneberger Kita "Pusteblume" halfen Peter Müller nach besten Kräften, um die neuen Hochbeete im Garten für die Bepflanzung vorzubereiten. © Foto: Volkmar Ernst/GZ
Volkmar Ernst / 31.03.2017, 19:18 Uhr
Grüneberg (GZ) Bevor die Vorschul- und Hortkinder der Grüneberger Kita "Pusteblume" Radieschen, Möhren, Salat und Erdbeeren überhaupt ernten können, muss zuerst der Samen in die Erde gebracht werden. Das soll Anfang Mai geschehen. Doch dafür müssen die Hochbeete, die Peter Müller aus Nassenheide in den Wintermonaten zusammengebaut hat, erst einmal gefüllt werden - unter anderem mit Astwerk und Laub, dann noch mit Muttererde und Biokompost, bevor als letzte Schicht Pflanz-erde in die Beete kommt. Fünf Schichten sind es, wie Müller den Kindern erklärte, die fleißig dabei halfen, die Beete zu befüllen. Doch schon beim Astwerk muss aufgepasst werden. Denn Tannenzweige, wie sie die Kinder zusammengetragen hatten, dürfen nicht verwendet werden. Die enthalten Harz, und das dünstet beim Verrotten aus und sei Gift für die kleinen Wurzeln, so der Fachmann. Das gilt ebenso für Pappelblätter.

Seit 2011 baut und bepflanzt Müller im Auftrag der Eltern- und Großelterninitiative "Die Bio-Gemüse-Detektive", die von der Gemeinde Löwenberger Land unterstützt wird, die Hochbeete in Kindereinrichtungen. Inzwischen nicht mehr nur im Löwenberger Land, sondern im gesamten Landkreis. Einige der mittlerweile schon 84 Hochbeete stehen sogar in der Uckermark und im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wie Müller berichtet.

Anliegen sei es, erklärt Kita-Leiterin Antje Brückmann, den Kindern zu vermitteln, wie Obst und Gemüse wachsen. "Viele Kinder kennen Gemüse nur aus der Kaufhalle und wissen gar nicht, wie es angebaut wird. Das wollen wie ihnen zeigen."

Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß am Befüllen. Mit Kinder-Schubkarren wurden Äste und Laub angekarrt und in die Holzkästen gefüllt - und Fragen hatte Müller nebenbei jede Menge zu beantworten. "Wofür ist das Laub? Wann wird gepflanzt? Was ist der Unterschied zwischen Möhren und Karotten? Warum heißt der Schnittsalat Schnittsalat? Wie wachsen Kartoffeln? Die wichtigste von allen Fragen war natürlich: "Wann wird gepflanzt?" Dann wollen die Kinder wieder helfen.

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