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Kieselwitz putzt sich heraus

Beteiligen sich am Frühjahrsputz: Bodo und Elke Bunkherr sind vor vielen Jahren aus Berlin nach Kieselwitz gezogen.
Beteiligen sich am Frühjahrsputz: Bodo und Elke Bunkherr sind vor vielen Jahren aus Berlin nach Kieselwitz gezogen. © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 03.04.2017, 06:30 Uhr
Kieselwitz (MOZ) Anders als in vielen Dörfern der Umgebung gibt es in Kieselwitz keine ausgewiesenen Neubaugebiete. "Wir haben hier auf Lückenbebauung gesetzt und setzen auch weiterhin auf diese Variante", erzählte Ortsvorsteherin Monika Matuschke. Die positiven Aspekte für die Integration Zugezogener liegen auf der Hand. "Das sind schnelle Kontakte mit Nachbarn, das ist die Integration ins gesellschaftliche und Vereinsleben und das ist die Teilnahme an solchen Aktionen wie dem heutigen Frühjahrsputz. Wir haben eine ganz tolle Dorfgemeinschaft", ergänzte die Ortsvorsteherin nicht ohne Stolz in der Stimme mitschwingen zu lassen. Sie begrüßte am Sonnabend alle Dazugekommenen am Dorfanger und nannte die Plätze, die eines Frühjahrsputzes bedurften wie Dorfmitte und Dorfgemeinschaftshaus mit Gaststätte - die dringend einen neuen Betreiber sucht - und Kegelbahn. Aber auch Spielplatz, Bushaltestelle, Containerplatz und Rosenbeete im Ort standen auf dem "Putzplan".

Schnell waren sich die Kieselwitzer einig, wer welche Aufgaben übernimmt und man verabredete sich zum Mittagessen am Dorfgemeinschaftshaus. Raik Fuhrmann und Stefan Mendel zeichneten für das leibliche Wohl mit deftigem Wildgulasch verantwortlich.

"Ich freue mich, das niemand den Frühjahrsputz für einen Aprilscherz gehalten hat", meinte Monika Fuhrmann bevor sie über die nächsten Aktivitäten sprach, wie das Sommerfest im Juli und den Termin zur Weihnachtsmarktvorbereitung am 8. April um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Dazu sind alle eingeladen, die Vorschläge haben, wie der erste Kieselwitzer Weihnachtsmarkt am 2. Dezember gestaltet werden könnte.

So ist in Kieselwitz nicht nur am Sonnabend eine Menge los. Auch die Vergangenheit sorgte für Höhepunkte, so zum Beispiel mit dem Napoleonturm auf dem Hutberg. Den rund 200 Fuß hohen Turm errichteten Napoleons Truppen, als sie gen Russland durch die Gegend zogen. Später stand da der Hörnchenturm, ein Feuerwachturm aus DDR-Zeiten, der in Anlehnung an das ehemalige Dorf Hörnchen am Fuße des Hutberges so benannt wurde. Diese und andere Geschichten erzählte man sich beim Putzen.

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