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Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer gibt Buch heraus / Im ersten Quartal mehr Besucher in Mögliner Ausstellung als sonst

Ein Roman über Philippina

Philippina in Möglin: Die 2,44 Meter hohe Figur hat Peter Oelker 2013 aus Pappelholz geschaffen.
Philippina in Möglin: Die 2,44 Meter hohe Figur hat Peter Oelker 2013 aus Pappelholz geschaffen. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 04.04.2017, 07:30 Uhr
Möglin (MOZ) Nach dem 2016 erschienenen Buch "Der Arzt Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) - Der Mann gehört der Medizin wie der Landwirtschaft" steht nun eine weitere Publikation an - über Thaers Frau Phillipina. Herausgeberin ist erneut die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer.

"Die meisten Leute kennen Thaer nur als Landwirt, aber er war davor 30 Jahre lang als Arzt tätig", sagt Heike Gräfe, Leiterin der Thaer-Gedenkstätte in Möglin, und verweist deshalb noch einmal auf die Publikation des Berliner Neurologen Wilhelm Rimpau aus dem Vorjahr. Inzwischen sei sie jedoch schon sehr gespannt auf die nächste Veröffentlichung aus ihrem Haus. Beleuchte diese doch eine ganz neue Facette des Lebens von Albrecht Daniel Thaer - und das auch noch in ungewohnter Form. Heike Gräfe: "Wir geben einen Roman über Thaers Ehefrau Philippina heraus." Ab Mai soll das Buch mit dem Titel "Phillipine und die Kuherei" in den Verkauf gehen.

Autorin sei Karin Sohnemann, eine Gästeführerin aus Thaers Geburtsstadt Celle, in der es in diesem Jahr auch einen Theater-Parcours geben wird. "Aus dem Roman ist dabei dann wohl auch eine Szene zu erleben", erzählt Heike Gräfe und gerät ins Schwärmen: "Celle mit seinen vielen Fachwerkhäusern ist einfach beeindruckend." Auch das Geburtshaus Thaers, das Haus, in dem er seine erste Praxis einrichtete und wohnte sowie das später gebaute Wohn- bzw. Herrenhaus stünden noch. Thaers Garten dort müsse man sich natürlich ebenfalls anschauen, das gleiche gelte für den Thaerplatz mit Denkmal und Thaers Wirtshaus. "Mir war die Bedeutung von Celle gar nicht so bewusst, und dann habe ich es noch nicht mal ins Schloss geschafft", blickt Heike Gräfe auf ihren Besuch in der niedersächsischen Stadt zurück.

Zum dortigen Heimatverein habe die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer, zugleich Betreiberin der Thaer-Gedenkstätte in Möglin, gute Kontakte. "Normalerweise sind Mitglieder des Heimatvereins einmal im Jahr bei uns zu Gast", sagt die Gedenkstätten-Leiterin, die in dem Zusammenhang auch über eine Lesung von Karin Sohnemann in Möglin nachdenkt.

An der im Museum Altranft geplanten Kulturerbe-Ausstellung werde sich die Thaer-Gedenkstätte ebenfalls beteiligen. "Wir haben einen Text vorbereitet und stellen einen Thaer-Kopf als Leihgabe zur Verfügung", erläutert Heike Gräfe und fügt hinzu: "Die Kooperation mit Altranft war uns schon immer wichtig."

Mit Blick auf die Besucherzahlen im ersten Quartal äußert sich die Bliesdorferin zufrieden. "Wir hatten unter anderem ein Busunternehmen aus Königs Wusterhausen mit zwei Fahrzeugen voller Senioren hier", berichtet sie und davon, dass die Teilnehmer danach in der "Goldenen Kartoffel" in Prötzel gegessen hätten. Durch die Senioren sei auch die Zahl von 100 Gästen bereits erreicht. "Das haben wir in den Vorjahren nicht geschafft", sagt Heike Gräfe. "Die Winter waren bisher immer ruhiger."

In der vergangenen Woche seien elf Teilnehmer der Meisterklasse der Landwirtschaftsschule in Seelow mit ihrer Dozentin Renate Wolter im Haus gewesen. "Das hat schon schon Tradition." Genauso wie Martin Frielinghaus, der ehemalige Geschäftsführer der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer, bisher immer die Führung übernommen.

Wer sich für die Geschichte von Reichenow und Möglin interessiere, sei im Haus ebenfalls willkommen. Heike Gräfe: "Wir haben die Ortschroniken hier."

Die Thaer-Gedenkstätte befindet sich in Hauptstraße 10 in Möglin. Die Ausstellung ist bis September jeweils Donnerstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter Tel. 033456 35164 bzw. im Internet www.albrecht-daniel-thaer.org.

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