Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Dorfbewohner packen mit an

Ortsvorsteher Holger Ackermann, Bauamtsleiter Robert Hentschel, Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, Landwirt Fritz-Walter Peter, Ortswehrführer Joachim Durst, Dietmar Handreck und Hauptamtsleiterin Joana Götze (von links) auf dem Anger
Ortsvorsteher Holger Ackermann, Bauamtsleiter Robert Hentschel, Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, Landwirt Fritz-Walter Peter, Ortswehrführer Joachim Durst, Dietmar Handreck und Hauptamtsleiterin Joana Götze (von links) auf dem Anger © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 05.04.2017, 06:30 Uhr
Groß Schauen (MOZ) Am Montag hat sich Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig mit ihrer neuen Hauptamtsleiterin Joana Götze und Bauamtsleiter Robert Hentschel wieder auf Tour durch die Ortsteile begeben. Diesmal ging es ins beschauliche Groß Schauen mit seinen 148 Einwohnern.

"Das ist doch ein Ortsbild, das seinesgleichen sucht", schwärmt Holger Ackermann, der Ortsvorsteher. "Die Kirche steht in der Mitte, das historische Pflaster ist erhalten, und durch die alten Linden haben wir ein angenehmes Mikroklima." Aber gerade die alten Bäume bereiten nicht nur ihm Sorgen, sondern auch seinen tüchtigen Helfern im Ort, dem Ortswehrführer Joachim Durst, Dietmar Handreck und dem Landwirt Fritz-Walter Peter.

Es geht um Baumfällungen und -beschnitt, da die Verkehrssicherung gewährleistet werden muss. "Das sollte mit Augenmaß geschehen, denn man kann Bäume auch totpflegen", gab der Agraringenieur zu bedenken, der seinen Hof direkt am historischen Rundanger hat. Was die Nachpflanzungen betrifft, sollten diese gleich "eine richtige Größe haben", so Dietmar Handreck, der stolz ist auf seinen Ort, der durch mehrere Fachwerkbauten geprägt ist und in dem es auch noch eine historische Milchbank gibt mit zwei - allerdings angeschraubten - Milchkannen. Sie wurde 1955 errichtet und Anfang der 1990er-Jahre liebevoll nachgebaut.

"Groß Schauen ist seit mindestens 700 Jahren als Siedlungsraum bekannt", erklärte Holger Ackermann. "Die Flächen sind noch heute als Bauern- und Kossätenland im Grundbuch eingetragen." Daraus ergibt sich zurzeit allerdings noch eine Rechtsunsicherheit, seitdem Groß Schauen ein Ortsteil der Stadt Storkow ist. Wer also hat die öffentlichen Flächen zu pflegen? Die freiwillige Feuerwehr löst das auf dem Gelände rund um ihr kleines Fachwerk-Gerätehaus ganz unkompliziert in Eigenregie.

Die Sitztraufe allerdings muss repariert werden. "Wenn wir das Holz liefern, würdet ihr das machen?" fragte Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig. "Kein Problem'", so Ortswehrführer Joachim Durst, der auch auf die Außenputzarbeiten hinweisen konnte, die die Feuerwehrleute in diesem Jahr erledigen wollen. Wenn es jedoch um ein Absenken des Pflasters vor dem Tor des Gerätehauses, die Bankette des Schaplower Weges und ausgebrochene Asphalt-ränder an der Gemeindestraße nach Philadelphia geht, muss die Stadt ran.

Über die Viehtrift ging es beim Rundgang weiter zur Gänseweide und zur Badestelle am Groß Schauener See, die von der Dorfgemeinschaft genauso gepflegt wird wie die auch privat und von Vereinen nutzbare Gemeindescheune. In diesem Gebäude, dem ältesten des Ortes, ist unter dem Dach der Jugendclub eingerichtet. Seit vorigem Jahr erfreut sich die Kita des Vereins Sonnenschein durch zusätzlich gewonnenen Raum, den sie der Gemeinde zur Verfügung stellt, "großer Beliebtheit bei Partys, Versammlungen und anderen Veranstaltungen", berichtet Ackermann.

Es gibt wieder eine Menge kleiner Dinge, um deren Erledigung sich die Stadtverwaltung kümmern wird. "Groß Schauen ist ein tolles Beispiel für Multifunktionalität", wertete Cornelia Schulze-Ludwig aus. Einrichtungen würden von allen Vereinen und Gruppierungen genutzt. Alle übernähmen Eigenverantwortung, und dies klappe ausgezeichnet.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG