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Landtechnik-Zentrum benötigt höheres Datentempo

Die fixen Glasfaser: Die Geschwindigkeit auf der Datenautobahn steigt damit erheblich.
Die fixen Glasfaser: Die Geschwindigkeit auf der Datenautobahn steigt damit erheblich. © Foto: dpa/Jan Woitas
Oliver Schwers / 06.04.2017, 07:50 Uhr
Kerkow (MOZ) Da baut die Brandenburger Landtechnik (BLT) ein großes neues Service-Zentrum auf ihrem Betriebsgelände in Kerkow, und noch immer ist nicht klar, ob es dort überhaupt einen vernünftigen Breitbandanschluss geben wird. Denn bisher herrscht in dieser Randlage des Dorfes Minimal-Tempo auf der Datenautobahn. Weil im Landkreis gerade die Vorbereitungen für die nächste Ausbaustufe des Breitbandnetzes laufen, holte sich die Märkische Oderzeitung Auskunft vom Kreisentwicklungsamt. Die Behörde antwortet dazu:

"Um die Breitbandversorgung weiter voran zu treiben, hat der Landkreis Uckermark eine entsprechende Förderung im Rahmen des Breitbandprogramms des Bundes beantragt und jüngst auch bewilligt bekommen. Zielstellung des Bundesprogrammes ist es, für alle Haushalte eine zuverlässige Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit je Sekunde (im Download) zu erreichen. Förderfähig sind dabei alle unterversorgten Gebiete, die aktuell mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde versorgt und für die keine privatwirtschaftlichen Ausbaupläne angemeldet sind.

Im Rahmen der durchgeführten Versorgungsanalyse zur Vorbereitung des Bundesförderantrages wurden Teile des Ortes Kerkow als unterversorgt erkannt und sind für den Breitbandausbau vorgesehen. Angestrebt wird dabei, neue Glasfasertechnik mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Ort zu errichten. Dies wird zu einer deutlichen Verbesserung einer hohen Anzahl von bislang unterversorgten Haushalten im Ort führen.

Zu den erreichbaren Bandbreiten von einzelnen Anschlüssen nach Fertigstellung der Ausbaumaßnahmen kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Dies ist zum einen grundlegend von der noch durchzuführenden öffentlichen Ausschreibung und den dann vorliegenden Angeboten der privatwirtschaftlichen Netzbetreiber sowie von den jeweiligen Entfernungen zwischen Hausanschluss und Glasfasertechnik abhängig."

Ob BLT mit dieser Aussage zufrieden ist, bleibt fraglich. Denn der Betrieb benötigt dringend ein schnelles Internet für seinen Landtechnikservice und hat schon lange auf das Datenproblem aufmerksam gemacht. Ebenso betroffen ist die Blumberger Mühle, die an der gleichen Straße liegt, aber noch weiter von der jetzigen Knotenvermittlungsstelle entfernt ist.

Landrats-Beigeordneter Karsten Stornowski hat sich mit der Situation persönlich beschäftigt. Er pocht nun darauf, dass das schnelle Internet eben auch in Gewerbegebieten und in Betrieben ankommt. Bei BLT hat man inzwischen den ersten Spatenstich getan.

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