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Großmutz und Neulöwenberg wählen Ortsbeiräte

Volkmar Ernst / 08.04.2017, 05:25 Uhr
Großmutz/Neulöwenberg (GZ) Großmutzer und Neulöwenberger sind am Sonntag an die Wahlurnen gerufen, um einen neuen Ortsbeirat zu bestimmen.

Notwendig geworden war die Wahl in Großmutz nach dem Tod von Manfred Augner, da der Beirat dann nur noch aus der Person von Jürgen Schneider bestand.

In Neulöwenberg bestand das Gremium nach dem Umzug von Christin Olechnowicz in einen anderen Ortsteil nur noch aus Frank Winkler. Insofern musste die Gemeindevertretung des Löwenberger Landes handeln, löste die Vertretungen der Ortsteile offiziell auf und setzte Neuwahlen an. Die Alternative wäre gewesen, dass die Interessen der beiden Ortsteile lediglich durch das Gemeindeparlament vertreten worden wären. Das aber wollten weder die Großmutzer noch die Neulöwenberger. Da keine Partei einen Kandidaten stellen wollte, fanden sich jeweils vier engagierte Einwohner zusammen, die sich nun innerhalb der Wählergemeinschaft um das politische Mandat bewerben.

In Großmutz sind mit Stand von Freitag (12 Uhr) 195 Einwohner an die Wahlurnen gerufen, in Neulöwenberg sind es 279. Die Wahllokale werden in Großmutz im Dorfgemeinschaftshaus und in Neulöwenberg im Vereinszimmer der Gaststätte "Charlottenhof" am Bahnhof eingerichtet und sind jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Selbst wenn alle Wahlberechtigten bereits ihre Stimmen abgegeben haben, müssen die Wahlhelfer bis zum Abend bleiben.

Die Wähler können drei Stimmen vergeben, die sie entweder hinter einen Namen oder auch hinter mehrere Namen setzen können. Es müssen auch nicht unbedingt drei Kreuze gemacht werden. Es reicht schon eines aus, um seinen Wählerwillen zu bekunden. Ist der nicht eindeutig zu erkennen, dann ist der Stimmzettel ungültig. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn kein Kreuz oder mehr als vier Kreuze gemacht werden.

Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat. Es gilt die Rangfolge in absteigender Zahl der Stimmen. Die ersten drei Kandidaten sind somit gewählt, der Vierte wird automatisch zum Nachfolger.

Probleme wie bei der Kommunalwahl vor drei Jahren, als ein Kandidat mehrere Sitze für sich beziehungsweise seine Partei oder Wählervereinigung aufgrund der Stimmenzahl beanspruchen konnte, sind diesmal nicht zu erwarten. Denn alle Kandidaten gehören derselben Wählervereinigung an, sowohl in Neulöwenberg als auch in Großmutz.

Genau diese zusätzlich Aufteilung der Stimmen auf die Parteien beziehungsweise Wählervereinigungen hatten bei der Kommunalwahl dazu geführt, dass Augner in Großmutz zwei Sitze für die LGU und in Neulöwenberg Christin Olechnowicz zwei Sitze für die SPD beanspruchen konnten. Die blieben jedoch unbesetzt, weil es keine weiteren LGU- beziehungsweise SPD-Kandidaten gab.

Nach Auszählung und Bekanntgabe des Stimmergebnisses an diesem Sonntag werden die drei Kandidaten mit den meisten Stimmen von Wahlleiterin Martina Kranich angeschrieben. "Sie haben dann eine Woche Zeit, die Wahl abzulehnen. Wer sich nicht meldet, ist automatisch Mitglied der Ortsbeirates.". Dann werden den Kommunalpolitikern weitere 30 Tage zugebilligt, um innerhalb des Gremiums den Posten des Vorsitzenden und seines Stellvertreters zu vergeben. "Das muss nicht zwangsläufig die Person sein, die die meisten Stimmen erhalten hat", stellt Martina Kranich klar.

Die Kandidaten, die sich in ihren Ortsteilen zur Wahl stellen, appellieren indes an die Einwohner, von ihrem Wahlrecht auch wirklich Gebrauch zu machen. "Es nutzt uns wenig, wenn wir zwar gewählt werden, aber kaum jemand überhaupt zur Wahl gegangen ist. Je höher die Wahlbeteiligung ist, umso höher ist der Rückhalt für uns, dass wir für viele Einwohner sprechen. Das stärkt uns letztlich auch den Rücken, wenn wir etwas gegenüber der Gemeinde durchsetzen wollen", so die Neulöwenbergerin Carola Minor.

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