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Haus Sozialer Integration feiert in Kunersdorf Eröffnung einer Wohngruppe und Tag der offenen Tür

Rundfahrt im Feuerwehrauto

Emma und Karl löschen mit Patrick Zühlke und Henri Mandke (Ortswehrführer) von der Feuerwehr Alttrebbin einen "Brand"
Wohngruppe in Kunersdorf (Haus der Sozialen Integration),
Emma und Karl löschen mit Patrick Zühlke und Henri Mandke (Ortswehrführer) von der Feuerwehr Alttrebbin einen "Brand" Wohngruppe in Kunersdorf (Haus der Sozialen Integration), © Foto: MOZ/Lisa Mahlke
Steffen Göttmann / 11.04.2017, 06:40 Uhr
Kunersdorf (MOZ) Zuerst gingen die Kleinen noch etwas zaghaft auf das Auto zu. Doch als Emma, Anna-Lena, Arthur und Karl erst einmal in dem großen Feuerwehrauto saßen, war die Aufregung weg. Emma und Karl trauten sich später sogar noch, mit einem Übungsfeuerlöscher Flammen zu bekämpfen.

Die Freiwillige Feuerwehr Alttrebbin kam am Freitag nach Kunersdorf. Dort feierte die Wohngruppe des Hauses Sozialer Integration offizielle Eröffnung und Tag der offenen Tür. Zwar wurde das Haus bereits vorher durch den Verein genutzt. Doch im vergangenen Jahr zog die heilpädagogische Gruppe Jugendlicher aus. Jetzt wohnen seit Anfang Dezember Zwei- bis Sechsjährige dort.

Von Juli bis Dezember dauerten die Umbauarbeiten: Sanierung der Bäder, neuer Anstrich. Die Kinderzimmer und anderen Räume blieben wie vorher. Nun leben sechs Kinder in der Wohngruppe, die durch intensive Elternarbeit gekennzeichnet ist. Die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder in Kunersdorf zu besuchen und dort auch zu übernachten. Ein großer Baustein dieser Arbeit ist das Video Home Training, erzählte Teamleiterin Juliette Beyer am Freitag. Dabei werden die Eltern im Umgang mit ihren Kindern gefilmt, um danach zu besprechen, was dabei bereits gut läuft. "Das ist Unterstützung durch positive Erfahrung", so Juliette Beyer.

Sie übergab am Freitag den Staffelstab an Simone Hennes-Helm, die als Schwangerschaftsvertretung die Teamleitung übernimmt. Zur Feier kamen auch Kollegen und Kinder aus anderen Wohngruppen, etwa aus Eberswalde. Die Kunersdorfer Nachbarn waren ebenfalls eingeladen. "Sie kannten auch schon die Jugendlichen und interessieren sich für Veränderungen in ihrem Ort", sagte Juliette Beyer.

Die Kinder freuten sich über die Bastelstraße, das Kinderschminken und über Kuchen und Gegrilltes, das vom Kfz-Sachverständigen Peter Sperr aus Wriezen gesponsert wurde. Sie hatten auch Freude an den Aktionen der Feuerwehr - der Kübelspritze, mit der sie auf ein Ziel schießen konnten, an den Malbüchern und den Rundfahrten mit einem echten Feuerwehrauto.

Juliette Beyer hatte ihren Nachbarn Steven Horn gefragt, der stellvertretender Jugendwart der Alttrebbiner Feuerwehr ist, ob er und seine Kollegen zum Tag der offenen Tür Zeit hätten. "Das ist eine Gelegenheit, für die Jugendfeuerwehr zu werben", sagte Ortswehrführer Henri Mandke am Freitag. "Da die Kunersdorfer Feuerwehr nicht konnte, sind wir vorbeigekommen." Steven Horn findet nicht, dass die Kinder zu jung dafür sind. "Das kann nie zu früh sein. Sie sind ja die Zukunft und wir brauchen sie", erklärte er. Aus der Jugendfeuerwehr wurden erst kürzlich vier Aktive in die Feuerwehr übernommen, sagte er und deutete auf Niclas Hinz als einen davon. "Er macht jetzt seine Grundausbildung."

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