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Vogelschutzhecke in Hirschfelde beseitigt

Hecke vernichtet: Die Maßnahme war nach Angaben aus der Stadtverwaltung nicht angemeldet.
Hecke vernichtet: Die Maßnahme war nach Angaben aus der Stadtverwaltung nicht angemeldet. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 12.04.2017, 06:20 Uhr
Hirschfelde (MOZ) Günther Jesse ist entrüstet. "Am vergangenen Wochenende hat es in Hirschfelde erneut Abholzungen am Biotop gegeben", berichtete er am Dienstag. Auch eine Vogelschutzhecke sei beseitigt worden. "Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind solche Maßnahmen in dieser Jahreszeit aber nicht erlaubt", so Jesse. Eine Gefahr habe nicht bestanden. Der Hirschfelder informierte die Stadtverwaltung Werneuchen und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim über den Vorfall. "Wer hat das genehmigt und weshalb wurde das getan?", fragte er in dem Schreiben.

"Wir haben uns das bereits angeschaut", sagte Bürgermeister Burkhard Horn am frühen Nachmittag der Märkischen Oderzeitung. Er bestätigte zugleich, dass die vorgefundenen Haufen wahrscheinlich von der angrenzenden Hecke stammen. Diese sei auch Eigentum der Kommune.

"Ich bezweifle allerdings, dass die Hecke ein schutzwürdiges Biotop darstellt", so der Rathauschef. Man prüfe aber gegenwärtig, was erlaubt sei. Möglicherweise dürften die Hecken beschnitten, aber nicht gerodet werden. Noch am Dienstag wollte Horn mit dem Hirschfelder Ortsvorsteher Lothar Ast sprechen. Er könne eventuell etwas zu den Abholzungen sagen. "Ich gehe davon aus, dass es eine Privatperson war", erklärte der Verwaltungsleiter.

Bereits vor einigen Wochen wurden nach Angaben von Jesse im Ortskern diverse "Abholzarbeiten sowie Weiden- und Frühblüherbeseitigungen im Wasserbereich" durchgeführt. Verantwortlich dafür war, wie sich inzwischen herausstellte, der Ortsbeirat. "Mit der Naturschutzbehörde hatte es dazu einen Vor-Ort-Termin gegeben", so Bürgermeister Horn. Dabei seien auch verschiedene Auflagen erteilt worden. So muss der Böschungsbereich wiederhergestellt werden. Darüber hinaus sind zwölf Weiden um den Dorfteich herum zu pflanzen. Diese seien aber ohnehin bereits vorgesehen gewesen, betonte der Linken-Politiker. Ferner werden am Spielplatz des Ortes drei Laubbäume in die Erde gesetzt.

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