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An den Teichen in Lossow ist die Fahrbahn heute deutlich höher als 2002 / Wasser fließt auf Grundstücke

Wenn die Straße nach oben wächst

Ärgert sich: Jürgen Maihold steht vor seinem Grundstück auf der löchrigen Straße An den Teichen.
Ärgert sich: Jürgen Maihold steht vor seinem Grundstück auf der löchrigen Straße An den Teichen. © Foto: MOZ
Frank Groneberg / 12.04.2017, 20:05 Uhr
Lossow (MOZ) Die Straße An den Teichen wird seit Mittwoch instand gesetzt. Mehrere Anwohner kritisieren, dass das Straßenniveau in den vergangenen Jahren um fast 50 Zentimeter angehoben worden ist, weshalb das Regenwasser auf ihre Grundstücke läuft.

Mehrere Anlieger der Straße An den Teichen in Lossow haben sich mit einem Schreiben an das Tiefbauamt gewandt. Sie fürchteten, dass die unbefestigte Straße vor ihren Grundstücken erneut in die Höhe wächst. Und das Regenwasser damit noch massiver auf ihre Grundstücke fließt. Als die Oevermann Verkehrswegebau GmbH Eisenhüttenstadt Ende vergangener Woche mit einer Anliegerinformation Instandsetzungsarbeiten ankündigte, läuteten bei Jürgen Maihold die Alarmglocken. "In den vergangenen Jahren wurde das Straßenniveau mit jeder Baumaßnahme höher", sagt er. Sofort setzte er besagtes Schreiben an das Tiefbauamt auf. Mehrere Nachbarn unterschrieben.

Dass die Straße von Löchern übersät ist und deshalb repariert werden muss, stellt Jürgen Maihold nicht in Frage. Aber: "Ich wohne seit 2002 hier, und seitdem ist das Straßenniveau um etwa 50 Zentimeter angehoben worden", erzählt er. Um die Löcher zu schließen, sei immer neues Material aufgeschüttet worden. Die Folge: "Das Regenwasser fließt von der Straße auf die nun tieferliegenden Grundstücke. Eine Nachbarin musste zum Schutz sogar eine Mauer bauen." Andere Nachbarn haben über die Jahre genauso wie auch er die Randflächen zwischen Straße und Grundstück ebenfalls aufgefüllt, damit das Wasser auf der Straße bleibt.

Das Problem ist: In der Straße An den Teichen gibt es keine Regenentwässerung. Und weil die Straße in der Mitte einen Tiefpunkt hat, bilden sich bei Regen riesige Pfützen. Die Anlieger haben auch schon in Eigenregie Abflussrinnen gegraben, damit das Wasser wenigstens in die Teiche fließt. Mit allem, was es auf der Straße so mitreißt. Eine Notlösung. Doch mit jeder Reparatur verschwanden die Rinnen.

Im erwähnten Schreiben fordern die Anlieger nun, das ursprüngliche Straßenniveau wiederherzustellen. Zumindest aber sollte das Straßenniveau nicht noch weiter angehoben werden. "Wenn die Stadt kein Geld für sinnhafte Instandsetzungsmaßnahmen hat, dann sollten aber wenigstens die sinnlosen unterbleiben", heißt es wörtlich.

Das Tiefbauamt konnte Jürgen Maihold zumindest dahingehend beruhigen, dass die Straße nicht weiter in die Höhe wachsen wird. "Wir haben Herrn Maihold angerufen und ihn über die genauen Arbeitsabläufe informiert", sagte am Mittwoch Henrik Waskow, Abteilungsleiter Straßenverwaltung und -unterhaltung. Während der Arbeiten am Mittwoch und heute würde das Fahrbahnmaterial auf 10 bis 15 Zentimeter abgefräst und dann mit einer Walze neu befestigt, aber kein Material aufgetragen. Dasselbe gelte für den Platz der Einheit.

Vor fünf Jahren war die Straße zuletzt repariert worden. Der Einbau einer Regenentwässerung oder ein Ausbau der Straße könnten "auf absehbare Zeit" nicht erfolgen, erklärte Henrik Waskow. Bei auftretenden Problemen mit der Wasserableitung und "bezahlbaren Lösungsansätzen" würde das Amt aber Hilfe leisten.

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