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Traum vom Seegarten wieder geplatzt

Letztes Jahr deutete sich die Wende an. OB Tiemann präsentierte beim Brückenfest am 4. August die Investoren fürs "Klubhaus der Eisenbahner", das wieder zum Seegarten werden sollte. Der Traum ist ausgeträumt.
Letztes Jahr deutete sich die Wende an. OB Tiemann präsentierte beim Brückenfest am 4. August die Investoren fürs "Klubhaus der Eisenbahner", das wieder zum Seegarten werden sollte. Der Traum ist ausgeträumt. © Foto: MZV
Erhard Herrmann / 13.04.2017, 14:08 Uhr
Kirchmöser (MZV) (geh) "Schön war die Zeit!" Die ganze Familie fuhr mit der Straßenbahn direkt vor das beliebte Ausflugsziel inMan saß bei schönem Wetter im Garten, schleckte ein Eis und genoss den Blick auf den See. Es ist eigentlich noch heute ein "Sahnestückchen", das Klubhaus der Eisenbahner (KdE), ebenso die benachbarte Klinik im Seegartenkomplex. Dennoch stehen beide seit über 20 Jahren leer. In den letzten Monaten haben einige Investoren Interesse gezeigt. "Wie es am Seegarten weitergeht, ist aber weiterhin unklar. Aus jetziger Sicht kann man nicht sagen, dass es eine Lösung gibt", gestand Dietlind Tiemann jüngst bei der Einwohnerversammlung. KdE-Seegarten und Klinik beanspruchen eine Fläche von 26.000 Quadratmetern. Eine enorme Größe, die potenzielle Investoren nicht gerade Schlange stehen lässt. Zudem müssten sie für ein denkmalgerechtes Sanieren rund drei Millionen Euro aufbringen. Der Kaufpreis liegt dagegen "nur" bei 299.000 Euro. "Fest steht bisher nur, dass man den Seegarten und das alte Klinikgelände zusammen einer Lösung zuführen wolle, eine kleinteilige Entwicklung wird es nicht geben", bekräftigte Tiemann. Die im Vorjahr vielversprechend wirkenden Investoren hatte die Stadt intensiv begleitet, musste aber feststellen, dass Absprachen und die Erfüllung schriftlicher Vereinbarungen nicht erfolgt seien. "Schweren Herzens habe man daher im Februar die Reißleine ziehen müssen", bedauerte die Stadtchefin. Vage Hoffnung setzte man auf einen neuen Interessenten: Dolphin Trust. Nach ersten Sondierungen und Recherchen über das Unternehmen kann man jedoch davon ausgehen, dass das "Sahnestückchen" noch länger im Besitz der Stadt bleibt. Beruhigen konnte die Bürgermeisterin auf jeden Fall die Vereine rund um den Seegarten. "Bei einem Verkauf sieht sich die Stadt in der Pflicht. Erst wenn es eine Alternative gibt, werden die Sportplätze genommen."

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