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Der Osterhase liebt Groß Kreutz

So österlich ist der Hase selbst in Groß Kreutzer Gefilden selten anzutreffen, aber vom Hasenbesatz ist das Revier anderen weit überlegen.
So österlich ist der Hase selbst in Groß Kreutzer Gefilden selten anzutreffen, aber vom Hasenbesatz ist das Revier anderen weit überlegen. © Foto: MZV
Thomas Messerschmidt / 14.04.2017, 08:10 Uhr
Groß Kreutz/Michendorf (MZV) (ers) Die Feldhasendichte im Lehrrevier des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) in Groß Kreutz sticht gegenüber vergleichbaren Revieren besonders positiv hervor. Im Unterschied zu den durchschnittlich geringen Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene, fühlen sich die Langohren dank des Engagements der Jäger hier pudelwohl. Der Besatz ist hier mehr als viermal so hoch.

In den Revieren Nordostdeutschlands stabilisieren sich die Feldhasenbesätze gerade einmal bei fünf Individuen pro 100 Hektar. Grund hierfür ist die vielerorts hochintensiv betriebene Landwirtschaft, die den Feldhasen die zwingend notwendige Deckung und Nahrung nimmt sowie die flächendeckende Präsenz des Fressfeindes Fuchs. Eine positive Ausnahme ist die Entwicklung im Lehrrevier des LJVB.

Bei der jüngsten Hasenzählung Anfang April 2017 zählten die ehrenamtlich tätigen Jäger 21 Hasen auf 100 Hektar. Der Hasenbesatz ist damit mehr als viermal so hoch wie im regionalen Durchschnitt.

In Groß Kreutz wurden vor 20 Jahren im Rahmen des Projekts "Artenreiche Flur" Feldhecken als Lebensraum für die tierischen Bewohner der Offenlandschaften angelegt und zahlreiche revierverbessernde Maßnahmen verwirklicht. Davon profitieren neben Feldhasen auch Fasanen und Rehe. Das Engagement der Jäger vor Ort zahlt sich aus: "Wir haben seit 1991 die Lebensraumgestaltung im Lehrrevier speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedingungen der Feldhasen ausgerichtet und eiweißreiche Wildkräutermischungen ausgebracht. Außerdem betreiben wir hier seit Jahrzehnten eine hochintensive Raubwildbejagung. Das rechnet sich. Die vielerorts schrumpfenden Feldhasenbesätze sind kein Naturgesetz, sondern Ergebnis einer immer intensiver betriebenen Landwirtschaft. Wer es ernst meint mit dem Schutz artenreicher Wildbestände, muss an dieser Stelle gegensteuern. Hier ist insbesondere die Landwirtschaft in die Verantwortung zu nehmen.", so Wildmeister Klaus Mordhorst, Sprecher der Jägerschaft Groß Kreutz.

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