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Milower Handballidol wurde 80

Werner Friesecke wurde 80.
Werner Friesecke wurde 80. © Foto: Ganzer
Winfrid Ganzer / 16.04.2017, 04:41 Uhr
Milow (MOZ) Kinder, wie die Zeit vergeht! Am 13. April feierte Werner Friesecke (genannt Nachbar), ein Milower Handballidol, seinen 80. Geburtstag.

Werner, der in Milow zur Schule ging, erlernte den Beruf eines Bäckers. Er spielte schon seit seinem zehnten Lebensjahr leidenschaftlich gern Handball. Durch sein überdurchschnittliches Talent wurde er als Jugendspieler schon bei den Männern der damaligen BSG Traktor Böhne eingesetzt. Um auch Zeit für den geliebten Handballsport zu haben, arbeitete er bei Klempnermeister Willi Wittstock und danach in der PGH Aufbau Schönhausen, Betriebsteil Milow bzw. VEB Thermoplast Schönhausen bis zu seinem Ruhestand.

Sportlich lief es für den Rechtsaußen hervorragend. Er verhalf der Feldhandballmannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Traktor Milow mit seinem Fintenreichtum und seiner gewaltigen Wurfkraft zu einem sportlichen Höhenflug, der in der damaligen zweithöchsten Spielklasse, der DDR-Liga, endete. Ein großer Erfolg war weiterhin der Gewinn des "Goldenen Traktors", der DDR-Meisterschaft der Landsportgemeinschaften.

Auch im Hallenhandball war Friesecke ein gefeierter Torschütze und verhalf seinem Team 1966 und 1968 zum Bezirksmeistertitel des Bezirks Potsdam. Sein Talent war auch bei den Klubs der DDR-Oberliga nicht verborgen geblieben. Er hielt aber allen Verlockungen wie zum Beispiel vom SC Empor Rostock stand und blieb dem Milower Handball erhalten.

Die Milower stellten dann 1970 ihre Handballaktivitäten ein, weil keine Sporthalle zur Verfügung stand. Werner wechselte zur BSG Chemie Premnitz und spielte dort bis 1975 Hallenhandball in der Oberliga bzw. DDR-Liga. Nach der aktiven Zeit spielte er in einer Mannschaft um die Premnitzer Stadtmeisterschaft mit. Mit dem Aufleben des Milower Handballs ab 1981 war auch "Nachbar" wieder dabei. Ob Hallenturnier oder Feldhandballvergleiche, er war fast immer dabei und immer noch torhungrig.

In der Folge ließ er es im Sport ruhiger angehen, denn er muss seine erkrankte Frau pflegen und spielt seitdem für seine Fitness Tennis oder besucht die Sauna. Werner war all über die Jahre ein integerer Sportsmann und ist nie durch Foulspiel aufgefallen.

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