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Stefan Zwahr 21.04.2017 09:45 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Oranienburg empfängt Sachsenhausen zum Derby

Oranienburg (OGA) In Glasgow gibt es das Stadtderby zwischen Celtic und den Rangers, in Mailand duellieren sich Inter und der AC, in Berlin vielleicht bald Union und Hertha. Die Liste der brisanten Nachbarschaftsduelle in Oberhavel führt das Oranienburg-Derby zwischen dem OFC Eintracht und TuS 1896 Sachsenhausen an, das am Freitag die 14. Auflage erlebt.

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Leistungsträger in ihren Mannschaften: Jerome Malanowski (links) ist Kapitän des Oranienburger FC Eintracht, Andor Müller der Toptorjäger des TuS 1896 Sachsenhausen. Mit acht Treffern ist er auch Stadtderby-Rekordtorschütze.

© MZV

Neun Siegen des TuS stehen vier OFC-Erfolge gegenüber; von den letzten neun Vergleichen gewann der TuS deren acht. "Wir können keine Derbys", bemerkte Eintracht-Trainer Hans Oertwig nach dem 0:3 im Hinspiel.

Auch diesmal habe der Gegner alle Karten in der Hand. "Der Tus hatte zwölf Tage zur Vorbereitung Zeit, wir drei", erinnert er an das Nachholspiel vom Montag in Falkensee. Beim 0:3 setzte es die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer (davor 0:6 und 0:3). "Für den TuS spricht im Moment auch die mentale Komponente. Die jüngsten Ergebnisse und die anhaltende Verletztenmisere gehen an meiner Mannschaft nicht spurlos vorbei." Der TuS wiederum habe eine Topmannschaft mit sehr viel Qualität zusammen.

Doch gibt es für ein Derby einen richtigen Zeitpunkt? "Egal, in welcher Situation sich die Mannschaft befindet: Ein Derby kommt immer zum richtigen Zeitpunkt", betont TuS-Coach Oliver Richter. "Grundsätzlich ist dieses Spiel auch für jemanden wie mich, der nicht direkt aus Oberhavel kommt, etwas Besonderes. Für die fußballerischen Breitengrade, wo wir unterwegs sind, ist es ein Topereignis." Im hiesigen Bereich sei es nicht oft möglich, vor 1000 Leuten zu spielen. "Das macht es zu etwas ganz Besonderem. Die Stadt kann stolz sein, zwei solche Vereine zu haben, die zu den Marken und Topteams der Brandenburgliga gehören. Ein solches Derby gibt es so in der Form kein zweites Mal in Brandenburg. Das ist eine Sache, die überragend ist." Oertwig pflichtet bei: "Dieses Derby ist einzigartig im Oberhavelkreis. Es ist alles andere als ein normales Spiel. Bei dieser Partie muss man dabei sein."

Was erwarten die Trainer diesmal für ein Spiel? "Wenn ich an die drei Spiele denke, an denen ich beteiligt war, habe ich Mannschaften gesehen, die mit offenem Visier gespielt haben", so Richter. Ob das wieder so sein wird, vermag der 33-Jährige nicht zu sagen. "Ich kann nicht einschätzen, was der Gegner macht. Wir haben eine Idee für dieses Spiel." Wie diese aussieht, sagt der Coach des Tabellenfünften. Er fügt an: "Wir können mehrere Systeme spielen und sind schwer ausrechenbar. Das macht es für die Gegner schwierig. Ich würde ungern gegen uns spielen." Sein Wunsch ist, dass die Zuschauer einen schönen Fußballabend unter Flutlicht erleben.

Den Zuschauern ein herzerfrischendes Spiel zeigen und alles geben, damit die Fans zufrieden nach Hause gehen - das ist das Ziel von Oertwig. "Ich hätte nichts dagegen, wenn der Fußballgott morgen beim OFC vorbeischaut." Bedarf es göttlicher Hilfe? "Wir waren in der Hinrunde die Mannschaft der Stunde, das Überraschungsteam der Liga", betont der OFC-Coach, dessen Truppe in den ersten vier Spielen der Rückrunde ungeschlagen blieb. Dann habe das Verletzungspech zugeschlagen. Spieler wie Norman Guski ("Der hat den Unterschied ausgemacht"), Felipe Neves Fraga, Sebastian May, Tim Meyer, Alexander Schütze, Tobias Völkel und Tim Kretschmann seien weggebrochen. "Das ist unglaubliches Pech. Mir fehlen die Optionen." Am Montag mussten mit Pascal Heidenreich und Randy Kretschmann A-Jugendliche ran. Letzterer meldete sich gestern mit Schüttelfrost ab. "Das geht doch nicht", klagt Oertwig und fügt an: "Das geht alles an die Psyche meiner Mannschaft. Und Sachsenhausen? Die haben mit Andor Müller einen der besten Spieler der Liga. Der spielt, bei mir spielen die Schlüsselspieler nicht."

Dass der OFC auf A-Jugendliche zurückgreifen musste, ist auch Richter nicht entgangen. Dennoch: "Sie müssen sich nicht im Understatement üben. Auch nach der Verletzung ihres Toptorjägers haben sie Punkte geholt. Und in Heimspielen haben sie mit 21 Zählern eine bessere Ausbeute als wir." Wie die Derbys in der Vergangenheit liefen und was in den letzten Wochen beim OFC nicht passte, "interessiert uns nicht". Gleiches gelte für die Aufstellung des Gegners. Grundsätzlich seien die Oranienburger Trainer für Überraschungen gut. "Ich rechne damit, dass der eine oder andere Spieler so zurecht geschraubt wurde, dass er fit ist. Das nimmt aber keinen Einfluss auf unsere Taktik oder Aufstellung. Mir ist egal, welche elf Spieler der OFC aufbietet." Wichtig sei, dass seine Schützlinge "wissen, wo unsere Stärken sind". Richter nennt eine davon: "Wir schaffen es immer wieder , nach einem Rückstand zurückzukommen. Selbst wenn wir zurückliegen, macht es die Sache für den Gegner nicht einfacher."

Von einem einfachen Gang geht Oertwig ohnehin nicht aus. Aber kampflos ergeben komme nicht in Frage. "Trotz des großen Verletzungspechs machen meine Jungs eine gute Saison. Wir alle, die zur Familie des OFC Eintracht gehören, haben einen Traum für das Spiel. Dieser Traum ist, einer sehr guten TuS-Mannschaft alles abzuverlangen, damit sie ein schwieriges Spiel haben wird." Doch Träume würden nur in Erfüllung gehen, wenn sie gelebt werden. "Darum werden wir alles reinwerfen, was wir reinwerfen können."

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