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Viel diskutiertes Thema: In Lanke droht die Debatte über die Zukunft des Kriegerdenkmales die Gestaltung von Schlossvorplatz und Baggerberg zu überdecken. Zu all diesen Themen diskutiert am Montag ab 18 Uhr der Lanker Ortsbeirat im Restaurant Seeschloss.
Viel diskutiertes Thema: In Lanke droht die Debatte über die Zukunft des Kriegerdenkmales die Gestaltung von Schlossvorplatz und Baggerberg zu überdecken. Zu all diesen Themen diskutiert am Montag ab 18 Uhr der Lanker Ortsbeirat im Restaurant Seeschloss. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 23.04.2017, 06:00 Uhr
Lanke (MOZ) Die Zukunft des Lanker Kriegerdenkmals feuert derzeit im Ort die Diskussionen an. Speziell polarisiert der Vorschlag von Ortsvorsteher Christian Schmidt, das Denkmal umzusetzen. Der Streit über dieses Detail überschattet sogar den Blick auf die gesamte Gestaltung von Baggerberg und Schlossvorplatz

Lanker Ortsbeiratsitzungen schöpfen ihren Reiz aus einer ganz besonderen Atmosphäre: Im Restaurant Seeschloss treffen sich die drei Mitglieder im gemütlichen Wintergarten, mitunter gesellen sich zwei, drei einheimische Zuhörer hinzu. Dann wird ohne allzu starres Reglement meist munter und zuweilen auch polemisch diskutiert, wobei Ortsvorsteher Christian Schmidt gern das Tempo bestimmt.

Wenn allerdings am Montag um 18 Uhr der Ortsbeirat zusammen kommt , um über die so genannte Freiraumgestaltung und damit über die Planungen für den Baggerberg und den Schlossvorplatz zu diskutieren, könnten im Wintergarten die Plätze knapp werden. Immerhin knapp 100 Unterschriften sammelte der Lanker Autohaus-Besitzer Uwe Venzke in den vergangenen Wochen gegen die in den Ring geworfene Idee zur Verlegung des Kriegerdenkmals. "Ich werde am Montag da sein und bin hoffentlich nicht allein", kündigt Venzke am Freitag schon mal vorsorglich an.

Doch die angefachte Diskussion über die Zukunft des Denkmals sollte nicht das Gesamtkonzept überdecken - immerhin plant die Gemeinde Wandlitz für die Lanker Freiraumgestaltung insgesamt 330 000 Euro einzusetzen. Aus dem November 2016 stammt eine so genannte Konzeptstudie, die Planungsvorgaben für die Gestaltung beinhaltet. Demnach soll der Schlossvorplatz repräsentativ und mit Aufenthaltsqualität angelegt werden. Für den Baggerberg hingegen sind Ausblicke, Aufenthaltsbereiche und Verbindungswege vorgesehen. Maria Pegelow ist neben Manja Woitunik eine der Bearbeiterinnen im Wandlitzer Bauamt. Die Landschaftsplanerin kann sich bei einer Vor-Ort-Begehung mit Bauamtsleiter Lars Gesch sehr wohl eine "präsentere Gestaltung" des Ensembles Schlossvorplatz, Baggerberg und Kirche vorstellen.

So favorisiert sie, ausgehend von der Ausfahrt des Schlosses, eine Weiterführung dieser Achse auf den Schlossvorplatz. Dazu würden einige, nicht allzu raumgreifende Bäume gehören, die mit ihren Standorten den Alleecharakter aufnehmen könnten. Auch wäre eine treppenähnliche Anlage zur ehemaligen Schlossgastronomie vorstellbar. Heute gehört das mittlerweile mit einer attraktiven Holzfassade versehene frühere Café einer privaten Firma. Keineswegs zu vergessen: Die Entwässerung der Lanker Straße ist ein Thema, das gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau behandelt werden muss. Erste Abstimmungen mit der Landesbehörde gibt es laut Bauamtsleiter Gesch bereits.

Auf der anderen Straßenseite sollen hingegen die Verhältnisse am Baggerberg etwas aufgeräumt werden. So schlägt Maria Pegelow vor, das Unterholz zumindest auszulichten, um freie Sichtachsen in Richtung des Schlosses zu ermöglichen. Auch braucht es noch gute Ideen für die Treppe, die aktuell wegen des baufälligen Zustandes gesperrt wurde. Bänke sollen auf terrassenförmigen Ebenen zum Ausruhen einladen, die vorhandenen und als markant erkannten Robinien könnten beispielsweise freigestellt werden. "Dieser extrem grüne Bereich von Lanke könnte bis zum See zu einem Erlebnispfad werden", stellt sich die Planerin vor. Als weitere Aufgabe erkennt sie die Erreichbarkeit der Kirche, auch daran müsse gearbeitet werden. Veredeln ließe sich das Rondell schließlich mit einer geeigneten Beleuchtung der Achse Schloss und Vorplatz mit Rundgarten, ist sie überzeugt.

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