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Musik statt Wunderbrunnen

Die frühere Wallfahrtskirche zu Buckow, deren Turm ein Fisch als Wetterfahne ziert.
Die frühere Wallfahrtskirche zu Buckow, deren Turm ein Fisch als Wetterfahne ziert. © Foto: wernitz
Rene Wernitz / 25.04.2017, 14:08 Uhr
Buckow (MOZ) Im Boot muss heute niemand mehr fahren, um nach Buckow bei Nennhausen zu gelangen. Vor den Trockenlegungen der dortigen Luchregion soll das anders gewesen sein. Als die Wallfahrtskirche noch ein Wallfahrtsziel war, sollen Wallfahrer von Nennhausen aus übergesetzt worden sein. An diese Zeiten soll der Fisch erinnern, der sich statt Kreuz oder Wetterfahne auf dem Kirchturm befindet.

Durch die Turmfenster sollen Leuchtfeuer den Weg gewiesen haben. Wallfahrten gab es in vorreformatorischer Zeit. Auf www.wallafahrtskirche-buckow.de ist in diesem Zusammenhang von einem "Wunderbrunnen" die Rede, der aber archäologisch noch nicht nachgewiesen wurde. Nach der Reformation verlor Buckow seine Bedeutung als überregional bedeutendes Reiseziel. Inzwischen wächst wieder das Interesse am Dorf und seiner Kirche. Dafür verantwortlich sind in erster Linie das interessante Bauwerk selbst, 1344 erstmals erwähnt, sein 2009 gegründeter Förderverein und der durch ihn in der Folge aufgelegte Wallfahrtssommer, der seither von Frühling bis Herbst reichlich Kultur bietet.

Die diesjährige Saison beginnt am Samstag, 7. Mai, und endet am 15. Oktober. Zum Auftakt gastieren dort aber die Havelländischen Musikfestspiele. In ihrem Rahmen wurde eine Reihe gestartet, die sich den 500-Jahrfeierlichkeiten anschließt. Titel: "Auf den musikalischen Spuren der Reformation". Die zweite Veranstaltung in dieser Reihe findet nun in Buckow statt. Es gastieren das Rossini Quartett und das Posaunenquartett Opus 4 mit dem gemeinsamen Programm "Leuchtpunkte auf Luthers Weg".

Es werden unter anderem Werke von Claudio Monteverdi, Michael Praetorius und Heinrich Schütz erklingen. Solistin ist Mezzosopranistin Undine Dreißig. Zudem verschaffen alte Barockposaunen, mit denen Opus 4 agiert, stets einen authentischen Klang, der die Zuhörer mitnimmt auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Beginn ist um 16.00 Uhr. Karten sind unter 033237/85963 oder via Internet auf www.havellaendische-musikfestspiele.de erhältlich. Indes steht im Wallfahrtssommer für den 11. Juni, 16.00 Uhr folgendes auf dem Programm: "Von röhrenden Hirschen und revoltierenden Hausschnecken". Geboten werden Musik und Geschichten aus und mit der Natur. Eintritt frei!

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