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Rekonstruktion in Altwustrow geht weiter voran

Neuer Fußboden für altes Spritzenhaus

Auf Knien: Peter Herbert von der Hofgesellschaft verlegt Fußbodenplatten im Altwustrower Spritzenhaus. Vor fünf Jahren war es noch eingewachsen und einsturzgefährdet. Das Gros der Gefache ist bereits hergestellt.
Auf Knien: Peter Herbert von der Hofgesellschaft verlegt Fußbodenplatten im Altwustrower Spritzenhaus. Vor fünf Jahren war es noch eingewachsen und einsturzgefährdet. Das Gros der Gefache ist bereits hergestellt. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 26.04.2017, 06:16 Uhr
Altwustrow (MOZ) Am Feuerwehr-Spritzenhaus in Altwustrow tut sich wieder etwas. Peter Herbert vom Neulewiner Verein Hofgesellschaft ist dort dabei, Fußbodenplatten zu verlegen. Weil es sich bei dem kleinen Gebäude aus dem Jahr 1812 um ein Einzeldenkmal handelt, dürfen dort allerdings nur entsprechend mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmte Baumaterialien verwendet werden, erklärt Udo Schagen. Er wohnt gleich nebenan und hat mit Gleichgesinnten die Rettung dieses besonderen Zeugnisses des Brandschutzes in der Region vor fünf Jahren selbst in die Hand genommen.

"Bis wir das Gebäude wirklich nutzen können, werden wohl noch zwei, drei Jahre vergehen", meint Schagen. Doch die Fortschritte der Rettungsaktion in fast letzter Sekunde sind deutlich zu sehen. Auch anhand der laminierten Informationsblätter, die an einer Ecke des Hauses für jedermann zum Nachlesen hängen. Hinten im Raum könnte auch einmal eine Toilette und eine kleine Teeküche Platz finden, erklärt der Altwustrower mit Blick auf die bereits vorgesehenen Leitungen. Doch im Moment gehe es erst einmal um den Fußboden und das Schließen des Baukörpers selbst. Ziegel der Golem GmbH Altglietzen liegen zur Ergänzung bereits bereit. "Die haben wir günstig erwerben können", sagt Udo Schagen und freut sich umso mehr, dass das Unternehmen in dem Zusammenhang einen Schwung Fußbodenplatten gespendet hat.

Zwischendurch bekommen die Helfer auch immer wieder Besuch. So schaut eine Nachbarin unter anderem mit frisch gekochtem Kaffee, Keksen oder auch Eiern vorbei. "Die Männer müssen sich doch stärken", sagt sie, ehe sie sich wieder zurückzieht. Udo Schagen freut sich unterdessen, dass Peter Herbert da ist: "Er bietet uns mit der Hofgesellschaft nicht nur das nötige Dach für unsere Aktion, sondern hat mit alten Fachwerkgebäuden selbst so viel Erfahrung gesammelt, dass er hier ganz praktisch mit anpacken kann." Der so Gelobte winkt ab und kämpft eher mit den Unebenheiten des Untergrunds: "Schauen Sie sich das Gefälle doch an. Da können Sie den Fußboden nicht einfach plan verlegen", sagt er, greift zu einer Platte und stellt sie kurz darauf wieder beiseite. "Die passt hier nicht", sagt er und probiert es mit der Nächsten.

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