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Diskussion über Status des Schlossparks

Unaufgeräumtes Erscheinungsbild: Äste liegen am Krügersdorfer Schloss in dem Wald, der früher ein Park war.
Unaufgeräumtes Erscheinungsbild: Äste liegen am Krügersdorfer Schloss in dem Wald, der früher ein Park war. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Jörg Kühl / 26.04.2017, 07:36 Uhr
Krügersdorf (MOZ) Ortsbeirat und Bürger von Krügersdorf haben auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung über eine Wiedererlangung des Parkstatus für den "Wald" am Schloss diskutiert. Hintergrund ist der Wunsch nach einer sorgfältigeren Pflege des ehemaligen Schlossparks. Dieses Anliegen wurde im Beisein von Beeskows Bürgermeister Frank Steffen, dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Sven Wiebicke und dem Stadtverordneten Sieghard Scholz vorgetragen.

Anlass der Debatte war die Wortmeldung eines Anwohners, wonach der Wassereinlauf am "Schlosspark" mit Holz verstopft sei. Dies müsse behoben werden, um den Ablauf zu gewährleisten. Aufgrund dieser Wortmeldung äußerten einzelne Mitglieder des Ortsbeirats Kritik an der Arbeit des Wasser- und Bodenverbands Mittlere Spree. "Hier waren mal schöne Teiche, jetzt sieht es wirklich unansehnlich aus", so Ortsvorsteher Karlheinz Sommer.

Einwohner Marco Härchen beklagte Gefahrenstellen im Wald. So gebe es angekippte Bäume und Tote Äste, die in anderen Ästen hängen. Starke Äste seien auf den Hauptweg gefallen.

Bürgermeister Frank Steffen sagte, er werde mit dem zuständigen Förster Wolfgang Heise reden, um mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen. Anwohnerin Andrea Kempkes regte an, den Wald wieder als Park zu definieren und entsprechend zu pflegen. "Schließlich ist das doch historisch so gewachsen." Ortsvorsteher Sommer zeigte sich von diesem Vorschlag einerseits angetan: "Wir nennen den Wald sowieso Park. Dann wären Schloss und Park wieder eine Einheit." Er gab aber zu bedenken, dass dies mit höheren Kosten verbunden sei: "Wir dürfen uns keine Nachteile einhandeln." Der Abgeordnete Scholz wiegelte die Idee mit dem Parkstatus ab: "Wir müssen in der Stadt und ihren Ortsteilen andere Prioritäten setzen."

Sommer erinnerte daran, dass der Park Anfang der 90-er Jahre von bis zu acht ABM-Kräften über Gebühr aufgeräumt worden war. Heute sei der Park insgesamt schöner, als 1992: "Im Totholz ist mehr Leben, als im ganzen Dorf!"

Am Sonnabend findet ein Arbeitseinsatz am schloss statt.

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