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Tobias Lück und Yannic Kinzl treten beim Bundeswettbewerb der Landjugend für Brandenburg an

Oberhaveler Landwirte aus Überzeugung

Mit Herz und Seele dabei: Sowohl für Tobias Lück (links) als auch für Yannic Kinzl war schon als Kind klar, dass sie einen grünen Beruf erlernen wollen.
Mit Herz und Seele dabei: Sowohl für Tobias Lück (links) als auch für Yannic Kinzl war schon als Kind klar, dass sie einen grünen Beruf erlernen wollen. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 27.04.2017, 05:07 Uhr
Grieben/Altlüdersdorf (GZ) Als angehende Landwirtschaftsmeister werden Tobias Lück und Yannic Kinzl aus Oberhavel das Land Brandenburg beim Bundesfinale des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend 2017 im Juni in Güstrow vertreten.

Sie sind Teil eines fünfköpfigen Teams, dem außerdem noch die zwei besten Lehrlinge aus dem Bereich der Tierwirtschaft sowie der beste Landwirtschafts-Azubi des Landes angehören. Gemeinsam wird das Quintett vom 11. bis zum 16. Juni im mecklenburgischen Güstrow gegen die Mannschaften aus den anderen 15 Bundesländern antreten, um sich sozusagen die Goldmedaille innerhalb der Olympiade der grünen Berufe zu sichern.

Dass sich Kinzl und Lück über die Nominierung freuen, ist klar. Der einzige Wermutstropfen ist der Zeitpunkt des Wettkampfs. "Denn der ist für Landwirte denkbar ungeeignet, weil wir da eigentlich auf den Feldern im Einsatz sein müssten", erklärt Tobias Lück. Dennoch werden sie nach Güstrow fahren und hoffen natürlich auch auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. Mit ihren Arbeitskollegen und der Familie haben sie bereits gesprochen und alles organisiert.

Yannic Kinzl ist 21 Jahre alt, gelernter Tierwirt und kommt aus Großwoltersdorf. Nach der Schule kam für ihn kein anderer Beruf infrage. Heute ist er als Landwirt in der Agrar GmbH Wentowsee angestellt. Auch für den 30-jährigen Tobias Lück war immer klar, dass er seinem Vater in die Landwirtschaft folgen wird. Heute ist er Geschäftsführer der "Lück & Schulz" GbR in Herzberg.

Kennengelernt haben sich Kinzl und Lück bei der seit vergangenem Jahr laufenden Meisterausbildung an der Landwirtschaftsschule Luisenhof in Oranienburg. Auf die Idee mit der Teilnahme hat sie Gudrun Glawe, die Chefin der Schule, gebracht, da ein Duo aus der angehenden Meister-Ausbildung gesucht wurde. Da die Chemie zwischen den beiden "Landwirten aus Leidenschaft" stimmt, nahmen sie die Herausforderung an. Innerhalb der Klasse mussten sie sich gegen ihre zwölf Mitstreiter oder besser gesagt - gegen sechs Teams - durchsetzen. Damit hatten sie sich für das Kreisfinale qualifiziert. Beim Ausscheid im Löwenberger Land sicherten sie sich die Fahrkarten zum Landesfinale in Groß Kreutz, wo sie gemeinsam mit 200 Teilnehmern an den Start gingen. Nun geht es weiter nach Güstow. Doch selbst wenn sie sich dort keine Medaille sichern, freuen sie sich über den weiteren Etappensieg. "Das ist für uns keine zusätzliche Arbeit, sonderen eine gute Ergänzung innerhalb des Meisterlehrgangs", so Lück. Die zu bestehen, ist ihnen wichtig, weil sie sich damit den weiteren Weg in die Zukunft sichern. Zum einen geht es darum, wie ein landwirtschaftliches Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden muss. Zum anderen dürfen die Meister nach bestandener Prüfung auch selbst Lehrlinge ausbilden. Ein Studium als Anschluss wäre eine mögliche Option, eventuell auch eine neue Aufgabe in einem Agrarbetrieb oder einer Verwaltung. Mit einem landwirtschaftlichen Betrieb den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, das sehen sie eher skeptisch. Das größte Problem dabei sei die Suche nach Produktionsflächen. Solche zu finden, sei derzeit sehr schwer, so die Meinung der angehenden Landwirtschaftsmeister.

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