Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mit viel Unterstützung konnte ein Lehrbienenstand auf dem Gelände des Schulgartens eröffnet werden

Bienenfreundliche Schule in Booßen

Bienenstock mit Schauzarge: Jochen Hanschel schaut, wie die Bienen in ihre Behausung fliegen. Oberbürgermeister Martin Wilke, Schülerin Mia und Robert Volkmann (v.l.) schauen sich das Treiben durch die Glasscheibe an.
Bienenstock mit Schauzarge: Jochen Hanschel schaut, wie die Bienen in ihre Behausung fliegen. Oberbürgermeister Martin Wilke, Schülerin Mia und Robert Volkmann (v.l.) schauen sich das Treiben durch die Glasscheibe an. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 27.04.2017, 06:20 Uhr
Booßen (MOZ) Mit viel Engagement hat Robert Volkmann zusammen mit der Grundschule in Booßen einen Lehrbienenstand aufgebaut. Am Mittwochnachmittag wurde er eröffnet. Mit Fördermitteln des Landwirtschaftsministeriums und des Landesverbandes der Imker war das möglich.

"Bienenfreundlich", steht am Imkeranzug von Robert Volkmann. Diesen kleinen Anstecker, der sonst in Blumentöpfen steckt, die man kaufen kann, hat jemand dem Pädagogen angeheftet. Treffender könnte man es freilich auch nicht formulieren. "Unser Lehrbienenstand ist keine klassische Imkerei, sondern ein umfassend ökologischer Garten", erklärt Robert Volkmann, denn auf dem Stück Land ist auch der Schulgarten der Grundschule "Am Mühlenfließ" Booßen beheimatet. Schon jetzt beschäftigen sich Schüler der 5. und 6. Klasseim Neigungsunterricht mit den Bienen.

Künftig können auch andere Schulen Kursangebote nutzen. "Allerdings habe ich in diesem Schuljahr nur noch sechs Termine frei", so Robert Volkmann, denn auch die Wildparkschule wird von ihm noch bis Schuljahresende am Laufen gehalten. Über die Wildparkschule können auch die Termine für den Lehrbienenstand gebucht werden. Schulleiterin Kerstin Lampe freut sich über das Geschaffte. "Künftig sollen alle Klassen im Rahmen des Sachunterrichtes den Lehrbienenstand nutzen", sagt sie. Ein bisschen sieht es auf dem Grundstück aus wie bei Peter Lustig in der Kindersendung "Löwenzahn". Der Rasen ist nicht akurat geschnitten und auch einen Bauwagen gibt es, freilich noch nicht ganz so fantasievoll hergerichtet, aber immerhin schön bunt.

"Hier sollen Kinder bei schlechtem Wetter über Bienen reden können", so Robert Volkmann. "Vielleicht gibt es in Zukunft ein Haus aus alten Backsteinen um den Bauwagen herum und Solarpanele auf dem Dach." Diese Zukunftsvisionen des Biologielehrers trieben Oberbürgermeister Martin Wilke aus Haushaltssicht einige Schweißperlen auf die Stirn. Das Projekt lobte er jedoch ausführlich und er glänzte mit erstaunlichen Fachkenntnissen über die kleinen gelb-schwarzen Tiere. "Die Bienen sind fleißig und immer aktiv, so wie unsere Stadtverwaltung", erklärte er. Auch die Stadt hat das Unternehmen nach ihren Möglichkeiten unterstützt. So wurde etwa das Grundstück in Booßen der Schule weiterhin überlassen, und auch einige Euro für bienenfreundliche Blumen konnten beigesteuert werden. Insgesamt zehn Infopunkte sind auf dem Gelände zu erkunden. Ein Bienenstock hat eine Schauzarge, auch Rähmchen für den Bienenstock können gebaut werden. Für Jonas ist das eine tolle Beschäftigung. Mit Eifer und viel Wissen ist der Fünftklässler bei der Sache. Durch Bekannte ist er auf die Imkerei aufmerksam geworden und es macht ihm immer noch viel Spaß, erzählt er. Für die Jungimker gab es in den vergangenen zwei Jahren Erfolge. So wurde der Honig der Schulimkerei mit einer Silbermedaille prämiert.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG