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Unternehmer will erweitern

Irina Voigt / 28.04.2017, 06:08 Uhr
Herzfelde (MOZ) Der Ortsbeirat und Mitglieder des Umwelt- und Gesundheitsausschusses sprechen sich strikt gegen eine Änderung des Flächennutzungplanes aus. Ein ansässiger Unternehmer braucht bei der Erzeugung umweltverträglicher Energien mehr Platz.

Vor genau einem Jahr hatten der Grundstücksbesitzer und -entwickler Philipp Heim und der Vertreter von Baukonzept Neubrandenburg GmbH eine erste Gelegenheit zu erklären, was aus dem Areal zwischen der neuen Ortsumfahrung Herzfelde und Strausberger Straße Richtung Hennickendorf werden könnte. Nun sind die Vorbereitungen für einen Bebauungsplan weiter vorangeschritten. In einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt- und Gesundheitsausschusses und des Ortsentwicklungsausschusses berichteten Planer und Unternehmer nun über die Änderungen in den Plänen seit vergangenem Jahr.

Man glaubt dem Unternehmer seine vorgetragenen Absichten nicht. Der ist in der Zwickmühle, einerseits den verständlichen Wünschen der Herzfelder nach Lärmschutz und einem Wäldchen nachkommen zu wollen, aber andererseits sein Unternehmen - eine Biogasanlage vergrößern zu müssen und einen Solarpark errichten zu wollen. Aus Sicht von Philipp Heim und seinen Planern würde das funktionieren. Wenn die Gemeinde sich dazu durchringen könnte, den Flächennutzungsplan dahin gehend zu ändern, dass auf seinem 1995 erworbenen Areal des alten Herzfelder Zementwerkes an der Strausberger Straße ein Stück Grünland in Gewerbeland umgewandelt werden würde.

Das Wäldchen, das sich dort emporgearbeitet hatte, als die Produktion aufgegeben worden war, ist inzwischen zwar gerodet worden, aber wie Heim sagt, würde er dafür einen "richtigen Wald aufforsten" wollen. Den Lärmschutzwall, den er Richtung Siedlung versprochen hatte, könne er ohne einen bestätigten Bebauungsplan nicht entlang der Ortsumfahrung aufschütten, erklärte er.

Ein Bebauungsplan setzt aber die Änderung des Flächennutzungsplanes voraus. Und das lehnten im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung der Ortsbeirat und der Umwelt- und Gesundheitsausschuss ab. Seinen Gewerbebetrieb werde er aus wirtschaftlichen und umweltrechtlichen Gründen dennoch ausbauen müssen, sagt Heim, aber dann wohl ohne weitreichenderen Nutzen fürs Umfeld.

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