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Neun Helfer beim Frühjahrsputz in Cöthen / Förderverein bemängelt feuchte Stellen im Gemäuer

Anpacken für eine saubere Kirche

Mit Eimer und Putzlappen bewaffnet: Marlies Sydow (r.) berät sich mit einer anderen Helferin über die Arbeiten, die beim Frühjahrsputz in der Cöthener Kirche noch anstehen.
Mit Eimer und Putzlappen bewaffnet: Marlies Sydow (r.) berät sich mit einer anderen Helferin über die Arbeiten, die beim Frühjahrsputz in der Cöthener Kirche noch anstehen. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 02.05.2017, 06:00 Uhr
Cöthen (MOZ) Das Maul eines Staubsaugers schiebt sich über den Boden der Cöthener Kirche. Das Gerät saugt Steinchen und Staub aus den Rillen zwischen den Steinen. "Wir dürfen hier nicht wischen", sagt Marlies Sydow, Vorsitzende des Fördervereins Kirche Cöthen. "Aus Denkmalschutzgründen", fügt sie hinzu. "Also saugen wir den Dreck einmal im Jahr weg. Immer im Frühjahr."

Immerhin neun Helfer aus dem Verein und der Kirchengemeinde haben sich an diesem Sonnabend in dem alten Schinkelbau versammelt, um die Kirche wieder blitzeblank werden zu lassen. "Wir haben uns gesteigert", sagt Marlies Sydow und lacht. Im vergangenen Jahr waren nur vier Helfer erschienen. Dem Verein angehörig sind derzeit 19 Mitglieder. "Unser Altersdurchschnitt liegt ziemlich hoch", sagt die Vereinsvorsitzende. "Wir sind also froh über jeden, der körperlich noch mithelfen kann."

Zum Frühjahrsputz gehören vorrangig Arbeiten in der Kirche: etwa der Boden, die Glasfassade zum abgetrennten Winterraum der Kirche, die Bänke und die Fenster. Dort habe sich seit einiger Zeit allerdings ein neues Problem gezeigt: schwarze Stellen an der Wand, die auf Schimmel hinweisen. "Seitdem die Fenster neu gemacht wurden, kann die Luft hier drin nicht mehr so gut zirkulieren", sagt Marlies Sydow. Die Fenster seien durch Farbe und anderes so dicht versiegelt, dass Luftfeuchtigkeit nicht wirklich abziehen kann. Ein Problem, welches sich bei größer werdendem Schimmel als kostspielig entpuppen könnte. Außen fehle zudem eine Regenrinne, die das Wasser vom Gemäuer wegleite, so die Vereinsmitglieder. Auch dadurch werde der Bau von zu viel Feuchtigkeit nicht verschont.

"Uns ist es wichtig, unsere Kirche lebendig zu halten", sagt Marlies Sydow. Jährlich finden in dem hellblauen Cöthener Blickfang Konzerte, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt. So soll es möglichst auch bleiben, wünschen sich die Mitglieder des Fördervereins, die die Kirche als Treffpunkt für das Dorf verstehen.

Am 30. Juni ist das erste Konzert in diesem Jahr geplant. Sopranistin Margarete Huber und Eva Schulze am Cembalo entführen in die barocke Musik zurück. Bereits am 30. Mai lädt Falkenbergs Ortsvorsteherin Karin Fritsche zur öffentlichen Sprechstunde ab 16 Uhr in die Kirche.

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