Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Dorothée Irene Müller stellt in Ihlow aus

Bilder von Fluss und berührender Landschaft

Vernissage in Ihlow: Dorothée Irene Müller mit Sohn Levi sowie Bella und Simon (v. l.) - Levi malt auch schon.
Vernissage in Ihlow: Dorothée Irene Müller mit Sohn Levi sowie Bella und Simon (v. l.) - Levi malt auch schon. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele rataj / 02.05.2017, 06:00 Uhr
Ihlow (MOZ) Sonne und sprießendes Grün täuschen. Der Sonnabendmorgen ist kalt in Ihlow. Im Biohof von Marion Rothschild und Lars Spangenberg aber lodert das Feuer im Kamin und der kleine Gastraum neben dem Verkaufstresen füllt sich zusehends.

Zu Saisonbeginn in dem kleinen Ortsteil von Oberbarnim hat die Hofherrin Kunst an die weißen Wände des alten Hauses gebracht - klein- und größerformatige Bilder von der Oder, die sie sehr liebt, wie Marion Rothschild sagt. Wenn ihr dann noch die zu betrachtenden Werke gefallen und die Schöpferin sympathisch ist, kann einer Galerie-Offerte im Biohof kaum etwas entgegenstehen.

"Die Oder und das Bruch haben mich nicht losgelassen", erzählt Dorothée Irene Müller auf die Frage nach dem Zustandekommen der kleinen Ausstellung. Unter anderem im vergangenen Mai habe sie dazu schon einmal in Kienitz ihre Werke gezeigt. Als Marion Rothschild sie gefragt habe, habe sie gern erneut zugesagt, hier ihre Bilder zu hängen. Es sei ein sehr schöner Ort, meint sie, Ihlow quasi der Ausgangspunkt zum Aufbruch ins Oderbruch. Der Blick weitet sich ...

Wie sehr Dorothée Irene Müller diese Landschaft berührt, verpackt sie zur Eröffnung in Poesie. Gefühle, Eindrücke, Wortfetzen, die sich in den Bildern, den Farben und Strukturen über den Köpfen der Sitzenden widerspiegeln: die erdenen Farben, das Zitronen-Limetten-Grün, die Ruhe, nicht gleichzusetzen mit Stille, Nebeldunst, der Frosch, Gras kitzelt in der Kniekehle, ein Fisch springt aus dem Wasser ...

Eben diese Ruhe meint der Betrachter in den Bildern Dorothée Irene Müllers zu spüren - wenn er los- und die Gedanken schweifen lässt, wenn er eintaucht in die ausschließlich horizontal ausgerichteten Motive, die den flachen Landstrich charakterisieren.

Vor dem inneren Auge erstehen Landschaften, passend zu den aufgetragenen Farben: die frisch aufgebrochene Scholle, letzte Reste von Schnee, Frühlingshaftes, das sich dazwischenschiebt, das blaue Band des Flusses zwischen Rapsfeldern, mal sonnenüberflutet, mal von Mondlicht beglänzt.

Sie bilden den passenden Rahmen für einen Ort wie den Biohof mit Hofladen, an dem Natürliches auch im Wirtschaften den Ton angibt. Wer sich nach Ihlow aufmacht, kann es überprüfen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG