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Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bollersdorf-Pritzhagen verfügt zudem über eigenen Wassertank für schnelles Reagieren im Brandfall

Ob Handlampe oder Beleuchtungssatz - alles auf LED-Basis

Das neue Auto: Anschauen, Anfassen, Begutachten, Fachsimpeln, auch Tanzen und fröhlich Sein gehören dazu.
Das neue Auto: Anschauen, Anfassen, Begutachten, Fachsimpeln, auch Tanzen und fröhlich Sein gehören dazu. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele rataj / 02.05.2017, 07:30 Uhr
Bollersdorf (MOZ) "Jetzt brauchen wir nicht mehr zu warten, bis die Buckower da sind", fasst Bollersdorfs Ortswehrführer Michael Mangelsdorf einige Vorteile kurz zusammen. "Wir haben sofort Wasser aus dem Tank, eine vierteilige Steckleiter zur Rettung aus Höhen und beste Beleuchtung noch dazu."

Der all das kann, steht am Freitagabend erst noch im Hintergrund - das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit dem W für Wasser im Namen oder kurz TSF-W. Zuerst muss Maschinist Alexander Krenz den Alten von der Auffahrt vor dem Gerätehaus wegfahren und Amtsdirektor Marco Böttche für den zuständigen Träger Amt Märkische Schweiz eine paar Abschiedsworte sprechen.

Die zahlreich angetretenen Feuerwehrleute von den Ortsfeuerwehren der Gemeinde Oberbarnim und Nachbarorten dürften die Daten kennen, doch ein bisschen Feierlichkeit muss schon sein.

Mehr als 25 Jahre hat das alte TSF treue Dienste geleistet. 1986 gebaut, kam es 1992 zur Bollersdorfer Wehr, wurde entsprechend aufgebaut und 1993 in Dienst gestellt. Rund 200 Einsätze absolvierte das Auto, das aktuell nicht mehr der Norm entspricht und nun ausgemustert wird. Der Beschluss des Amtsausschusses zur Ausrüstung der Bollersdorfer mit dem TSF-W datiert vom März 2016. Rund 133 000 Euro gibt die kommunale Gemeinschaft dazu, damit die Bollersdorfer Kameraden weiter ehrenamtlich Leben, Hab und Gut retten können.

Fabian Böhmer, zuständiger Mitarbeiter für Brandschutz in der Verwaltung, verweist auf die pünktliche Lieferung nach dem Jahr Bauzeit und betont, dass das TSF-W "voll mit LED-Technik" sei, "von der Handlampe bis zum Beleuchtungssatz". Und Ortswehrführer Mangelsdorf setzt hinzu, dass genau das beispielsweise bei nächtlichen Verkehrsunfällen wichtig sei. "Wir bauen schon die Beleuchtungsstrecke auf und wenn die Stützpunktwehr Buckow kommt, meist werden beide zusammen alarmiert, können sie sofort anfangen."

Am 20. April haben Alexander Krenz, Michael Mangelsdorf und Monique Rohrbacher das Auto aus der Nähe von Chemnitz geholt, abends wurde es noch mit dem bestückt, was vom "Alten" weiter genutzt wird, und tags darauf war gleich Ausbildung angesagt. Nun aber rollt der Nagelneue mit ohrenbetäubendem Vier-Klang-Signalhorn vor das erst 2016 gebaute Depot, wird begrüßt und begutachtet.

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