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Baurecht für 20 Parzellen in Mönchwinkel

Dicker Ordner: Vor fünf Jahren brachten Mario Notaro und andere Anlieger den Bebauungsplan auf den Weg.
Dicker Ordner: Vor fünf Jahren brachten Mario Notaro und andere Anlieger den Bebauungsplan auf den Weg. © Foto: MOZ/Manja Wilde
Manja Wilde / 03.05.2017, 08:06 Uhr
Mönchwinkel (MOZ) Etappensieg für die rund 20 Anlieger des Wiesenweges in Mönchwinkel: Sie haben jetzt Planungsrecht für ihre Gebäude. Die Gemeindevertretung von Grünheide beschloss einstimmig, den Bebauungsplan für das Wochenendhausgebiet "Am Wiesenweg" zur Satzung zu erheben. Demnach sind Gebäude mit einer Grundfläche von 60 Quadratmetern - inklusive Terrassen - erlaubt. "Wer nur 50 Quadratmeter hat, dürfte anbauen", erklärt Planer Torsten Vogenauer. Größere Gebäude haben Bestandsschutz, wenn sie legal errichtet wurden. Nebenanlagen dürfen 80 Quadratmeter groß sein - wobei Gebäude wie Schuppen höchstens 20 Quadratmeter beanspruchen können.

Eine Interessengemeinschaft (IG) aus 11 Anliegern initiierte und zahlte den Plan. "Mehr als 22 000 Euro hat er gekostet", sagt Mario Notaro, Vorsitzender der IG. "Wir haben jetzt eine gewisse Sicherheit, dass wir unsere Gebäude erhalten können", stellt der 68-Jährige fest. Sein eigentlicher Plan, den Lebensabend im Häuschen zu verbringen ist allerdings geplatzt. Denn: Wohnen ist im Wochenendhausgebiet nicht erlaubt. "Hätten wir das gewusst, hätten wir das Grundstück nicht gekauft", sagt Notaro. Er musste sich nun noch eine Wohnung in Fürstenwalde als ersten Wohnsitz zulegen. Anden Anliegern gehe es ähnlich.

2000 kauften Notaro und seine Frau ihre 970-Quadratmeter-Parzelle. Das Wochenendhaus stand bereits. Dafür liege die Baugenehmigung vor. Für einen Anbau sei dies nicht der Fall, weil der Vorbesitzer vor Abschluss des Verfahrens gestorben sei. Schuppen und Carport errichteten die neuen Eigentümer - auch ohne Baugenehmigung. "Wir waren ein bisschen blauäugig", räumt Notaros Frau ein. Das änderte sich, als im März 2012 im Auftrag des Bauordnungsamtes des Kreises alle Gebäude auf dem 2,4 Hektar großen Areal vermessen wurden. Einige entpuppten sich als Schwarzbauten. Die Betroffenen suchten Rat bei der Gemeinde, hofften, baurechtlich dem Innenbereich zugeordnet zu werden. Dies funktionierte nicht. Notaro will nun auf Grundlage des B-Plans versuchen, eine Baugenehmigung für seinen Schuppen zu erlangen. Den Carport hat er bereits abgerissen.

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