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Herz der Genschmarer feiert 20.

© Foto: Manfred Specht
Ulf Grieger / 05.05.2017, 05:53 Uhr
Genschmar (MOZ) Der Heimatverein "Oderaue Genschmar" feiert am Sonnabend mit seinen Partnern und Fans den 20. Gründungstag. Ab 14 Uhr wird auf dem Festplatz an der Feuerwehr gegrillt und in Erinnerungen gekramt. Und es werden Pläne geschmiedet.

Andre Wolter gehörte zu den 14 Genschmarern, die sich am 8. April 1997 zur Vereinsgründung trafen. Heiner Sander hatte dazu die Anregung gegeben, um die Organisation der alljährlichen Erntefeste auf breitere Schultern zu verlagern, erinnert sich Wolter, der auch die Vereinschronik führt. Sechs Jahre lang war er Vorsitzender des Vereins, der sich mehr und mehr zum gesellschaftlichen Herz des Dorfes entwickelte. Aus dem Erntefest allerdings wurde im Gründungsjahr noch nichts. Das Sommerhochwasser war dazwischen gekommen. Und nicht nur das. Gründungsinitiator Heiner Sander verstarb im September 1997. Und somit hatte niemand Lust auf ein großes Fest. Allerdings wurde am 30. Dezember dann ein "Jahresausklangsfest" gefeiert und damit eine neue Tradition begründet, die bis 2010 mit Fackelzug, Prämierung der besten Lampions und Musik begangen wurde. Bis zu 200 Teilnehmer zählten die Organisatoren im Festzelt auf dem Fundament der im Krieg zerstörten Kirche. Ab 1998 war es dann der Heimatverein Oderaue, der gemeinsam mit der AGO Zechin und der MILA, den Genschmarer Vereinen und der Feuerwehr die Erntefeste organisierte. Großer Höhepunkt war 2005 die 600-Jahr-Feier, bei der allerdings die Gemeinde den Hut auf hatte, wie André Wolter betont. 1999 kam zum Jahresausklangsfest eine weitere Tradition hinzu: das Krippenspiel. Seither wird jeweils am 24. Dezember um 14 Uhr im beheizten Festzelt auf dem Kirchenfundament ein Krippenspiel aufgeführt, das die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus Genschmar und dem Umland gemeinsam gestalten. Voriges Jahr waren die Golzower Schüler mit von der Partie.

Seit dem Jahr 2000 können sich die Vereinsmitglieder über eigens von André Wolter geschaffene Genschmarer Kalender freuen. "Anfangs haben wir die Blätter alle noch selbst ausgedruckt", erinnert er sich. Im Dorfjubiläumnsjahr 2005 kam das Kinder-Halloween hinzu und seit 2012 gibt es die Neujahrswanderung. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir wieder mehr Mitglieder hätten", gesteht Wolter. Derzeit sind es 15 im Alter von 40 bis 70 Jahren.

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