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ASB-Mitarbeiter, Nachbarn und SPD-Mitglieder unterstützen Aktion

Flüchtlinge als Gärtner

Ran an die Spaten, Schippe und Harken: Bevor die für diesen Tag gespendeten Pflanzen in den Boden konnten, musste dieser erst einmal vorbereitet worden.
Ran an die Spaten, Schippe und Harken: Bevor die für diesen Tag gespendeten Pflanzen in den Boden konnten, musste dieser erst einmal vorbereitet worden. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 09.05.2017, 06:20 Uhr
Lüdersdorf (MOZ) Auf einer der Parzellen hinter dem Haus des Wohnverbunds des Arbeiter-Samariter-Bundes in Lüdersdorf sind bereits Beete angelegt, wachsen unter anderem Erdbeeren und Zwiebeln. Nebenan ist einer der Flüchtlinge am Sonnabendvormittag schon mit einer Motorsense zu Gange, der Hausmeister hat eine Kettensäge dabei. Auch die zwei Familien des Wohnhauses und SPD-Mitglieder haben sich zur Unterstützung angesagt, darunter die Landtagsabgeordnete Simona Koß, der Bundestagskandidat Stephen Ruebsam und Vertreter des SPD-Ortsvereins Wriezen mit Bürgermeisterkandidatin Jutta Werbelow an der Spitze.

Graben, Hacken, Harken und Pflanzen stehen an diesem Tag auf dem Programm. Doch vorher müssen größere Bereiche der Parzellen erst einmal urbar gemacht, Gestrüpp und Sträucher entfernt werden. Bauer Norbert Bartsch habe die Flächen für die Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, berichtet Simona Koss. "Sieht fast so aus, als seien das mal Kleingärten gewesen", meinte die Prädikowerin und geriet angesichts der bevorstehenden Aufgaben ins Grübeln, ob diese bis mittags überhaupt zu schaffen sei. Wenn nicht, so sei wenigstens ein Anfang gemacht, sagte sie und räumte ein, das erste Mal in Lüdersdorf zu sein.

Die Hausverantwortliche Jutta Reimann spricht von 67 Flüchtlingen, darunter 37 Kinder, die in dem Wriezener Ortsteil wohnen. Dass zu Beginn mehr Helfer als Bewohner anpacken, sieht sie gelassen: "Die kommen noch. Sie gehen mit der Zeit einfach anders um als wir. Ich habe mich daran auch erst gewöhnen müssen." Wie zur Bestätigung taucht ein Mann auf und wünscht jedem freundlich "Guten Morgen!"

Simona Koss hält die Gärten für wichtig. "Da haben die Bewohner Beschäftigung, eine sinnvolle noch dazu", sagt sie und verbindet dies noch mit einem anderen Gedanken. "Vielleicht wächst der eine oder andere so auch in die Landwirtschaft hinein.

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