Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Lüdersdorfer drängen auf Baustart

Noch Brachland: Die Lüdersdorfer warten darauf, dass der Kita-Neubau neben dem alten Gebäude beginnt.
Noch Brachland: Die Lüdersdorfer warten darauf, dass der Kita-Neubau neben dem alten Gebäude beginnt. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 10.05.2017, 07:21 Uhr
Lüdersdorf (MOZ) Der Geduldsfaden der Lüdersdorfer ist am Ende - bei manchen sogar bereits gerissen. Die Eltern und Einwohner des Wriezener Ortsteils drängen auf Taten beim Kita-Neubau. Der Bau soll vor Weihnachten fertiggestellt sein, eine Baugenehmigung liegt der Stadt allerdings noch nicht vor.

"Wann geht es endlich los? Wann können wir mit den ersten Baggern rechnen?" Zufriedenstellende Antworten auf diese Fragen gibt es für die Lüdersdorfer noch nicht. Immer noch nicht. Denn diese Fragen brennen den Eltern der Kinder, die die Lüdersdorfer Kita besuchen, und auch Ortsvorsteherin Stefanie Will bereits seit Monaten unter den Nägeln.

Am Montagabend verstärkte Stefanie Will das Anliegen noch einmal: "Was soll ich den Eltern sagen, die nicht wissen, ob die neue Kita vor Weihnachten noch fertig wird?", fragte sie in die Runde des Bauausschusses im Wriezener Rathaus. Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) hatte sich bereits mehrfach dazu geäußert, dass der Neubau noch vor Weihnachten fertiggestellt werden soll.

Auf dem Brachland neben dem alten Kitagebäude passiert derzeit allerdings nichts. Der Abriss des alten Gasthofs "Birkenhof" liegt einige Monate zurück und das Gras entfaltet sich auf dem Brachland.

Die Zeit drängt. Bis Weihnachten ist es nur noch ein gutes halbes Jahr und viele Lüdersdorfer und auch Außenstehende zweifeln daran, dass der Neubau in dieser Zeit ordnungsgemäß errichtet werden kann. "Das wird doch alles eine Weile dauern. Ich bin nicht vom Fach, aber ein Kita-Gebäude in einem halben Jahr zu bauen, das ist schon ganz schön sportlich", hatte eine besorgte Mutter aus Biesdorf bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung ihren Unmut geäußert. Sie selbst habe ein Kind in der Kita und nun Angst, dass ihr Kind die Einrichtung zum Ende des Jahres nicht mehr besuchen können wird. Schlicht und einfach, weil dann kein Gebäude zur Verfügung steht. Denn das alte Gebäude, welches derzeit noch genutzt wird und sich direkt neben dem Bauland befindet, muss aus Brandschutz- und Sicherheitsgründen geschlossen werden. "Wo wird mein Kind unterkommen, wenn die neue Kita noch nicht fertig ist?", fragte die besorgte Mutter. "Ich möchte nicht, dass mein Kind zeitweilig eine andere Einrichtung besuchen muss. An solchen Wechseln hängen auch die Persönlichkeiten der Kinder", verstärkte die Biesdorferin ihr Anliegen. Ortsvorsteherin Stefanie Will pflichtete ihr bei und forderte vom Stadtoberhaupt eine Runde mit dem Kita-Träger, den Erziehern und den besorgten Eltern und Einwohnern des Ortsteils zusammenzurufen. "Wir möchten, dass der Plan, die Bauweise und das weitere Verfahren vorgelegt werden und dass sie uns etwas dazu sagen", sagte Stefanie Will und wiederholte diesen Gedanken am Montag noch einmal im Bauausschuss.

Die Stadt beteuerte indes, dass eine Baugenehmigung noch nicht vorliege. Der Antrag für den Neubau wurde laut Aussage von Uwe Siebert im Februar eingereicht. Ist die Baugenehmigung da, müsse zudem zunächst eine Ausschreibung erfolgen.

Für die Kita ist eine Modulbauweise geplant, die im öffentlichen Teil einer der vergangenen Bauausschusssitzungen von Bauamtsleiter Karsten Ilm vorgestellt wurde. Der Bau soll Platz für 80 Kinder bereitstellen. Derzeit beherbergt die Lüdersdorfer Kita ungefähr die Hälfte.

Auf die Frage, welche Alternative bereitsteht, wenn der Bau bis Weihnachten noch nicht fertig ist, gab Siebert keine Antwort. Beruhigend ist das für die Lüdersdorfer nicht. "Es ist unverständlich, dass nicht mit den Leuten geredet wird", sagte Stefanie Will beim Bauausschuss. "Es ist ja kein Hochsicherheitstrakt, der dort gebaut werden soll."

Karsten Ilm verwies daraufhin auf eine Information der Verwaltung. Am 30. Mai will der Bürgermeister eine Einwohnerversammlung in Lüdersdorf zusammenrufen. Bis dahin, so hofft die Stadt, könne die Verwaltung Positives bezüglich der Baugenehmigung verkünden.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG