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Bürgeriniative Mixdorf stellt große Schilder auf

Sichtbarer Protest gegen Windkraft

Wollen die Bevölkerung wachrütteln: Mitglieder der "Bürgeriniative gegen einen Windpark in Mixdorf" zeigen die von ihnen gestalteten Schilder und Banner, die derzeit im Schlaubetal angebracht werden.
Wollen die Bevölkerung wachrütteln: Mitglieder der "Bürgeriniative gegen einen Windpark in Mixdorf" zeigen die von ihnen gestalteten Schilder und Banner, die derzeit im Schlaubetal angebracht werden. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Hubertus Rößler / 10.05.2017, 07:51 Uhr
Mixdorf (MOZ) Die "Bürgerinitiative gegen einen Windpark in Mixdorf" stellt derzeit große Plakate und Schilder zum sichtbaren Protest auf. Die 2,80 mal 1,40 Meter großen Plakate wurden von den Mitgliedern der Initiative selbst entworfen und zeigen, wie die umliegenden Orte nach dem Bau der geplanten Windräder aussehen würden. So sind auf einem der Banner die bis zu 235 Meter großen Anlagen von der Promenade des Großen Müllroser Sees aus zu sehen. Auch die Ansichten anderer Gemeinden zeigen mithilfe von Fotomontagen dieses Szenario.

"Wir wollen damit den Finger in die Wunde legen und die Leute wachrütteln. Viele wissen gar nicht, welche Auswirkungen ein solcher Windpark für die Menschen, die Natur und das Schlaubetal als Tourismusregion hätte. Daher engagieren wir uns gegen die Pläne", erklärt Wilfried Selenz von der Initiative. Die seit wenigen Tagen aufgestellten Schilder und aufgehängten Banner würden ihre Wirkung nicht verfehlen. "Viele Anwohner und Fahrradfahrer bleiben stehen und fragen erschrocken, wo sie gegen die Windräder unterschreiben können", berichtet er.

Auf der Internetseite vor kurzem gegründeten Bürgerinitiative kann eine Online-Petition unterschrieben werden, außerdem liegen an verschiedenen Stellen Unterschriftenlisten aus. Bislang haben sich etwa 2400 Menschen an der Aktion beteiligt. Neben den großen Bannern gibt es auch kleinere Schilder, die an Privatgrundstücken angebracht werden können. Diese können direkt bei den Machern bestellt werden.

Am 31. Mai soll um 19.30 Uhr auf dem Mixdorfer Dorfplatz eine Bürgerversammlung stattfinden. "Dazu haben wir auch Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger eingeladen. Wir hoffen, dass er kommt und uns erklärt, warum die Bürger und die Gemeinden im demokratischen Diskurs so wenig Mitspracherecht haben", sagt Selenz.

Der dritte Entwurf des Teilregionalplanes zur Windenergienutzung sieht vor, auf einem Gebiet von 357 Hektar Flächen in Mixdorf-Grunow sowie in Merz-Mixdorf-Schneeberg als Eignungsgebiete auszuweisen.

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