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Kai-Uwe Krakau 12.05.2017 07:55 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Visionen für den Tourismus in Bernau

Bernau (MOZ) Um Ziele, Strategien und Visionen für den Tourismus in Bernau ging es am Donnerstag bei einem Workshop im "Ofenhaus". Bis zum Jahresende soll ein entsprechendes Konzept vorliegen.

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Die Menschen kommen gern in die Hussitenstadt, zu verbessern gibt es aber immer etwas. Monika Müller, die Leiterin der städtischen Tourist-Information, hatte deshalb rund 30 Gastronomen, Hoteliers und Unternehmer zu dieser gut dreistündigen Veranstaltung eingeladen. "Das, was wir in den vergangenen acht Jahren erreicht haben, wollen wir auf den Prüfstand stellen", so Monika Müller. Darüber hinaus gehe es aber auch darum, die künftige touristische Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken. "Die Akteure vor Ort brauchen Orientierung und eine Entscheidungshilfe", so die Leiterin der Tourist-Information.

Die Stadt Bernau hatte die dwif-Consulting GmbH aus Berlin mit der Erarbeitung des neuen Konzepts beauftragt. Martina Kirchhoff-Feil und Michael Deckert zogen beim Workshop zunächst eine Zwischenbilanz. Anschließend wurde in drei Gruppen gearbeitet. "Wo soll die Reise hingehen und was muss dafür passieren" war eine der Fragen, die diskutiert wurde.

Für Torsten Jeran nimmt die Stadt eine "herausragende Stellung" für den Tourismus in der Region ein. Dies bedeute auch eine große Herausforderung für das Marketing. Der Vorsitzende des Vereins Barnimer Feldmark verwies auf die "relativ gute Infrastruktur und die vorbildliche Beschilderung bei den Radwegen". "Die Touren müssen nicht unbedingt in Bernau starten oder enden", sagte Jeran.

Der Leiter des Heimatmuseums, Bernd Eccarius, hat gute Erfahrungen mit Schülern gemacht. "Einige kommen am Wochenende mit ihren Eltern wieder". Marianne Buggenhagen schlug vor, den Sport noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken. "Wir haben tolle Anlagen in der Stadt", betonte die mehrfache Paralympics-Goldmedailliengewinnerin. Stadtplanungsamtsleiterin Sylvia Hirschfeld bedauerte, dass es in Bernau kein gezieltes familiengerechtes Angebot gibt. Eine weitere Idee war es, eine mobile Tourist-Information in der Waldsiedlung einzurichten. Auch ein Bier-Lokal, in dem die Geschichte des Gerstensaftes "gelebt" werden könnte, wurde ins Gespräch gebracht.

"Wir wollen unsere innere Struktur stärken und mehr die neuen Medien nutzen", fasste Monika Müller abschließend die dreistündige Diskussion zusammen. Ferner wolle man "an den touristischen Produkten arbeiten" und die Qualität verbessern.

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