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Kunst in der Kulturkirche Linde

Lädt zu bewussten Auseinandersetzung mit seinen Bildern ein: Jochen Twelker, der sich in Grüneberg ein Atelier eingerichtet hat, vor dem Triptychon, das die Wand über dem ehemaligen Altar schmückt.
Lädt zu bewussten Auseinandersetzung mit seinen Bildern ein: Jochen Twelker, der sich in Grüneberg ein Atelier eingerichtet hat, vor dem Triptychon, das die Wand über dem ehemaligen Altar schmückt. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 14.05.2017, 23:05 Uhr
Linde (GZ) Genau so haben es sich die Mitglieder des Fördervereins Kulturleben Linde vorgestellt: Die Fachwerkkirche wird zu einem Ort, an dem Künstler gern ihre Werke aus- und vorstellen, zu Auftritten einladen und Gäste aus Linde, dem Löwenberger Land und eigentlich dem gesamten Landkreis kommen. Hier erfreuen sie sich an Kunst- und Kultur, treffen Gleichgesinnte kommen miteinander ins Gespräch.

Als Ort für Lesungen, Konzerte und Diskussionsrunden hat sich die Kulturkirche längst einen Namen gemacht. Was bislang noch fehlte, das waren Kunstausstellungen. Aber das war einmal: Seit Sonnabend schmücken Bilder des Maler Jochen Twelker das Innere des architektonischen Kleinods. Besonders beeindruckend für den Besucher ist das über dem ehemaligen Altar angebrachte Triptychon, das nun die vormals weiße Wand dominiert und sofort die Blicke der Eintretenden auf sich lenkt. Dabei ist es eigentlich gar kein Triptychon, wie Jochen Twelker erklärt, sondern es sind drei Einzelbilder, die er zu einem Großkunstwerk arrangiert hat. Die Titel der Teile lauten "The Edge of Reason - Am Rande des Wahnsinns", "Vertigo" und "Frency", benannt unter anderem nach den Hitchcock-Klassikern. Jemand in den Wahnsinn treiben, das ist keinesfalls Twelckers Absicht, den Betrachter allerdings dazu einzuladen, sich dem Bild zu stellen, schon. Denn es handelt sich nicht nur um "flache" Abbildungen. Wer genau hinsieht, der erlebt, dass sozusagen eine dritte Dimension dazukommt - die Bilder nehmen Strukturen an, sie wölben sich.

Dass der Förderverein Jochen Twelker angesprochen hat, ist auch kein Zufall. "Wir haben erfahren, dass sich der Künstler in Grüneberg ein Atelier eingerichtet hat. Was liegt da näher, als jemanden, der in der Region wohnt und arbeitet, zu fragen", so Manuela Arlt vom Vorstand.

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