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Bekenntnis zum Radweg nach Liebenberg

Drei Kommunalpolitiker käpfen für den Liebenberger Radweg: Ortsvorsteher Hartmut Kreutzmann, der Kreistagtagsabgeordnete Benjamin Grimm sowie Bernd-Christian Schneck, Bürgermeister des Löwenberger Landes (von links)
Drei Kommunalpolitiker käpfen für den Liebenberger Radweg: Ortsvorsteher Hartmut Kreutzmann, der Kreistagtagsabgeordnete Benjamin Grimm sowie Bernd-Christian Schneck, Bürgermeister des Löwenberger Landes (von links) © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 15.05.2017, 06:45 Uhr
Liebenberg (GZ) Weder die Liebenberger noch die Grüneberger wollen sich damit abfinden, dass sie künftig für die Strecke zwischen den beiden Orten mit dem Rad auf die Straße ausweichen sollen. Rückendeckung erhalten sie nun auch vom SPD-Kreistagsabgeordneten und Bundestagskandidaten Benjamin Grimm.

Immerhin gibt es sogar einen Radweg, der die beiden Ortsteile des Löwenberger Landes miteinander verbindet. Der ist aber keiner mehr, weil der Kreis den Weg, wie es im amtsdeutsch offiziell heißt, abgeordnet hat. Die Radwegsschilder wurden abgebaut. Wer den Weg trotzdem benutzt, macht das auf eigene Verantwortung.

Dagegen machen die Liebenberger und Grüneberger mobil und fordern sozusagen die Abordnung der Abordnung. Sie wollen, dass der Weg wieder instand gesetzt wird. Die Mitglieder des Gemeindeparlamentes des Löwenberger Landes haben sie bereits überzeugt. Zusätzlich haben sich die beiden Ortsvorsteher gemeinsam mit dem Vorsitzenden des gemeindlichen Bauausschusses mit einem Brief an Landrat Ludger Weskamp (SPD) gewandt. Parallel dazu wurde im Verlauf der jüngsten Gemeindevertretersitzung ein Aufruf gestartet, um die Mitglieder der im Kreistag vertretenen Parteien für ihr Anliegen einzuspannen. Genau das war der Grund für den Besuch von Benjamin Grimm, sich Sonnabend vor Ort in Liebenberg umzusehen. "Ich habe davon in der Zeitung gelesen und um den Termin gebeten. Wenn ich mich für etwas einsetzen soll, dann muss ich das Problem kennen", so Grimm.

Vom Liebenberger Ortsvorsteher Hartmut Kreutzmann und dem Bürgermeister des Löwenberger Landes, Bernd-Christian Schneck, ließ er sich erklären, was das Problem ist und warum der Weg gemacht werden muss.

Mitte der 1990er-Jahre hat die Gemeinde den Weg mit Hilfe von Fördernmitteln aus dem Programm "Dorferneuerung" bauen lassen. Die Vorgabe war, das er gepflastert werden muss. Eine Forderung, die sich im Nachhinein als Fehlentscheidung darstellt. Denn von den Seitenrändern aus überzieht Grün die Steine, wenn es nicht regelmäßig beseitigt wird.

Wichtig ist der Weg, wenn die Liebenberger nach Grüneberg zum Einkauf fahren, ebenso als sicherer Schulweg zur Filiale der Libertassschule in Grüneberg. Nicht vergessen werden darf der touristische Aspekt, wenn Radler aus Berlin auf dem Grüneberger Bahnhof aussteigen und Schloss Liebenberg ansteuern.

Alles verständliche Gründe für Grimm, seinen Parteikollegen die Unterstützung zuzusicheren, im Kreistag für den Erhalt des Radweges zu werben.

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