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Falkenthaler Trainer Björn Flieger: "Der Abstieg ist kein Untergang"

Blickt optimistisch in die Zukunft: Björn Flieger
Blickt optimistisch in die Zukunft: Björn Flieger © Foto: Steffen Kretschmer/MZV
Conradin Walenciak / 16.05.2017, 07:00 Uhr
Falkenthal (GZ) Nachdem sich der Abstieg der Landesliga-Fußballer des FC Falkenthaler Füchse schon eine Zeit lang angedeutet hatte, ist dieser nach der 2:3-Niederlage am Wochenende gegen Velten auch rechnerisch nicht mehr zu vermeiden. Conradin Walenciak sprach mit Füchse-Trainer Björn Flieger über die Gründe für den Abstieg und die Zukunft der Falkenthaler in der Landesklasse.

Herr Flieger, was bedeutet es für den Verein, nach vier Jahren Landesliga-Zugehörigkeit in der nächsten Saison in der Landesklasse antreten zu müssen?

Dass wir überhaupt vier Jahre in der Landesliga gespielt haben, ist erst einmal ein Riesenerfolg für unseren kleinen Verein. Wir haben ausschließlich Spieler in unseren Reihen, die Fußball als ihr Hobby ansehen und nicht auf dem Platz stehen, um Geld zu verdienen. Wir haben in all den Jahren keine teuren Neuzugänge verpflichtet, sondern auf Fußballer aus der Region gesetzt. Dass das nun in diesem Jahr nicht gereicht hat, um die Klasse zu halten, ist kein Drama. Wir werden uns neu sammeln und dann wird es hier weitergehen. Der Abstieg ist für den Verein kein Untergang.

Woran hat es gelegen, dass es in dieser Spielzeit nicht geklappt hat mit dem Klassenerhalt?

Andere Vereine haben andere finanzielle Möglichkeiten als wir. Die konnten sich einfach verstärken, wenn es mal nicht lief. Das ist bei uns nicht der Fall. Wir haben vieles durch unsere Einsatzbereitschaft wettgemacht, aber irgendwann reicht das eben nicht mehr. Außerdem hat sich unser Spiel in all den Jahren kaum verändert, weil sich auch unser Kader kaum verändert hat. Und irgendwann weiß dann jedes Team, wie wir spielen und kann sich darauf einstellen.

Betrachtet man den Saisonverlauf, ist es letztlich keine Überraschung, dass Ihr absteigt. Wann habt Ihr angefangen, für die Landesklasse zu planen?

Nach dem Ende der Hinrunde haben wir damit begonnen, uns intensiv mit einem Abstieg auseinanderzusetzen. Wenn man nur drei Punkte aus 15 Spielen holt, bleibt einem auch gar nichts anderes übrig. Jan Reinsberg, unser Vorsitzender, und ich - wir haben dann angefangen, mit den Spielern über ihre Zukunft im Verein zu sprechen. Fast alle haben gesagt, dass sie Falkenthal auch in der Landesklasse erhalten bleiben.

Lautet das Ziel also direkter Wiederaufstieg in die Fußball-Landesliga?

Nein, wenn wir am Ende einen einstelligen Platz belegen, sind wir zufrieden. Wir wollen uns jetzt erst einmal stabilisieren und Selbstvertrauen tanken. Das ist zuletzt nämlich etwas auf der Strecke geblieben. Wir dürfen auch nicht den Fehler machen, die Landesklasse sportlich nicht ernst zu nehmen. Es gab schon genug Fälle, in denen der Absteiger gleich nach unten weitergereicht wurde.

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