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Neuer Lehrpfad im Naturpark Schlaubetal führt entlang des Planfließes bei Bremsdorf

Beim Wandern lernen

Informativ und bilderreich: Ralf Hartwig vom Naturpark erläutert eine der 13 Tafeln, die auf dem Rundkurs nahe der Bremsdorfer Mühle aufgestellt wurden.
Informativ und bilderreich: Ralf Hartwig vom Naturpark erläutert eine der 13 Tafeln, die auf dem Rundkurs nahe der Bremsdorfer Mühle aufgestellt wurden. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Hubertus Rößler / 18.05.2017, 19:58 Uhr
Bremsdorf (MOZ) Der einstige Waldlehrpfad entlang des Planfließes bei Bremsdorf im Naturpark Schlaubetal zeigt sich in neuer Gestalt. Wanderer und Spaziergänger werden mit 13 großformatigen Tafeln über Flora und Fauna, Geschichte und Geschichten des Bachtals informiert.

Der Naturpark Schlaubetal ist ab sofort um ein Angebot reicher. Besucher können auf einem 5,5 Kilometer langen Rundkurs entlang des Planfließes bei Bremsdorf beim Wandern lernen. Auf naturgewachsenen Robinien-Pfählen wurden entlang des Pfades 13 Tafeln aufgestellt, die mit wissenswerten Texten und aussagekräftigen Fotos über die abwechslungsreiche Landschaft informieren.

Auf den Tafeln werden unter anderem die Erlenbruchwälder und die artenreichen Feuchtwiesen, die Quellen und die historische Nutzung der einstigen Klosterteiche durch die Neuzeller Mönche behandelt. "Auf einer Tafel widmen wir uns den Fledermäusen und erklären, wo sie hier ihren Lebensraum finden. Auf einer anderen Tafel werden die Säugetiere vorgestellt, die in unseren Wäldern leben. Und unter der Überschrift ,Possierliche Plage' wird die Problematik um den Waschbären behandelt", berichtet Ralf Hartwig, der im Naturpark für Naturtourismus und Umweltbildung verantwortlich ist und maßgeblich an der Einrichtung des Lehrpfades beteiligt war.

Dieser führt teilweise auf dem alten Waldlehrpfad entlang, der nach der Wende errichtet wurde. "Die meisten der Metalltafeln waren in die Jahre gekommen und stark beschädigt oder gar nicht mehr vorhanden, so dass wir im vergangenen Jahr mit den Vorbereitungen für einen neuen Lehrpfad begonnen haben", erzählt Hartwig. Beim Aufbau half unter anderem auch der Verein "Bumerang" mit, der den Naturpark zudem bei der Pflege und Instandhaltung der Wege tatkräftig unterstützt.

Das neue Bildungsangebot führt auf einem Teilstück des Schlaubetal-Wanderweges entlang, der als einer von nur zwei Wanderwegen in Brandenburg zertifiziert ist. "Ich freue mich sehr über die Neueröffnung des Lehrpfades und hoffe gleichzeitig, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und wir bald ein Besucherinformationszentrum errichten können - denn ein solches brauchen wir hier", erklärte Matthias Vogel, der seit eineinhalb Monaten Amtsdirektor im Schlaubetal ist.

Nobert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, lobte vor allem die Nachhaltigkeit des Lehrpfades. "Die Tafeln sind an sehr robusten Pfählen angebracht und werden daher hoffentlich lange stehen bleiben, denn der Pfad macht das tolle Naturerlebnis in der Region noch interessanter. Das Schlaubetal ist ein Juwel in Brandenburg, kann aber durchaus noch bekannter werden. Daher ist es wichtig, dass wir uns den Qualitätsanforderungen stellen - und dieses Angebot ist ein weiterer Mosaikstein und ein Gewinn für die Region. Denn der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region", erklärte Kannowsky.

Wolfgang Renner, Vorsitzender der Naturpark-Verwaltung, betonte, dass von dem Lehrpfad nicht nur Wanderer profitieren würden. "Auch die zahlreichen Schüler, die in der direkt benachbarten Jugendherberge an der Bremsdorfer Mühle untergebracht sind, können auf dem Rundkurs viel Wissenswertes erfahren", sagte Renner.

Die Kosten für den Naturlehrpfad werden vom Landesamt für Umwelt getragen. Und genau wie die Natur soll auch der Rundkurs nicht statisch sein. "Als nächstes wollen wir an dem Pfad einen Aussichtspunkt auf dem Kranichberg errichten. Die Gespräche dafür laufen bereits", berichtet Ralf Hartwig.

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