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Der lange Weg zur neuen Kita

Mandy Köhler, Manuel Meger, Sarah Zander, Cima Zimmermann und Wolfgang Jung (von links) bei der Besichtigung des Standortes für die neue Kita.
Mandy Köhler, Manuel Meger, Sarah Zander, Cima Zimmermann und Wolfgang Jung (von links) bei der Besichtigung des Standortes für die neue Kita. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 18.05.2017, 22:42 Uhr
Groß Behnitz (MOZ) "Ich bin so froh, dass die neue Kita in Groß Behnitz nach dem vielen Hin und Her nun doch auf dem größeren Teil der Freifläche der Alten Gärtnerei gebaut wird, und zwar ohne noch von einem Hotel und Parkplätzen eingerahmt zu werden", freute sich am Mittwoch vor Ort Mandy Köhler. Eine entsprechende Entscheidung wurde dieser Tage im Nauener Hauptausschuss getroffen.

Die junge Mutter hatte sich vehement für diese ursprünglich auch von der Stadt geplante Variante eingesetzt, als im Ort bekannt geworden war, dass der Besitzer des benachbarten Landgutes, Michael Stober, auf der gleichen Fläche ein Hotel bauen und die entsprechend notwendigen Parkplätze schaffen möchte. Die Kita sollte dann in die kleinere Ecke der Fläche gedrängt werden. Der dortige Spielplatz (Foto) hätte mit einem Kostenaufwand von etwa 15.000 Euro auf eine noch nicht bezeichnete Fläche verlegt werden müssen (BRAWO berichtete). Gegen diese Anfang des Jahres ins Spiel gebrachte Variante regte sich im Ort vehementer Widerstand. In kurzer Zeit hatten Mandy Köhler mit anderen jungen Müttern bei Eltern und Großeltern 272 Unterschriften gesammelt, mit denen die ursprüngliche Variante des Kita-Baus ohne ein Hotel mit Parkplätzen auf der gleichen Fläche gefordert wurde. Wie Ortsvorsteher Wolfgang Jung anmerkte, gäbe es dafür bereits eine positiv entschiedene Bauvoranfrage. "Die Entscheidung des Hauptausschusses freut uns sehr", fügte Sarah Zander bei der Besichtigung des Standortes hinzu. Sie sei selbst in die Groß Behnitzer Kita gegangen und sehr zufrieden mit der dortigen Betreuung ihres Nachwuchses. "Wir haben lange genug gewartet", betonte sie und bezog sich auf die nunmehr rund fünf Jahre währende Diskussion über den Ersatz der inzwischen maroden Kita auf diesem besonders für den Neubau geeigneten Standort. Manuel Meger, Vorsitzender des Bauausschusses und Fraktionsvorsitzender der Ländlichen Wählergemeinschaft, hatte bereits im Bauausschuss sowohl von den Eltern als auch von den Erziehern und vom Ortsbeirat die übereinstimmende Meinung zur Kenntnis genommen, dass die als Information im Raum stehende Absicht von Michael Stober zur Errichtung auch noch eines Hotels auf dieser Fläche keinerlei Gegenliebe findet. Entsprechend positionierte sich auch die Mehrheit des Bauausschusses und in Folge dessen nun auch der Hauptausschuss. "Ich bin erleichtert über dieses Votum", betonte Elternsprecherin Cima Zimmermann am Mittwoch. Die Hotelvariante hätte möglicherweise wegen zusätzlicher Bebauungs-Planungen auch noch zu einer Verzögerung des Baubeginns geführt, sagte sie. Nunmehr soll im Oktober der traditionelle erste Spatenstich erfolgen, ist sich Ortsvorsteher Wolfgang Jung sicher. Mitte nächsten Jahres könnten die Jüngsten mit ihren Erzieherinnen bereits in die neue nur wenige Meter entfernt befindliche Kita umziehen. Laut der Entscheidung des Hauptausschusses soll über den Bau von Hotel und Stellplätzen später entschieden werden. Wohl aber erst dann, wenn von Michael Stober ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Wie Meger am Mittwoch vor Ort bei der Besichtigung des Kitastandortes betonte, wird der Bauausschuss sicher darauf achten, dass "die Verwertung der Grundstücke rund um die neue Kita im Interesse des Dorflebens erfolgt". Wenn es nach dem Entscheid des Ortsbeirates geht, sollte der jetzige Standort der alten Kita dem individuellen Wohnungsbau vorbehalten bleiben. "Weil entsprechende Flächen im Dorf knapp sind", wie der Ortsvorsteher begründete.

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