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Motoren knattern an der L33

Zu richtigen Oldtimerfans gehört eine Schiebermütze: Jörg Gerchow und Sohn Jonas haben die Kopfbedeckungen für das Oldtimertreffen am Sonnabend bereits aufgesetzt.
Zu richtigen Oldtimerfans gehört eine Schiebermütze: Jörg Gerchow und Sohn Jonas haben die Kopfbedeckungen für das Oldtimertreffen am Sonnabend bereits aufgesetzt. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 19.05.2017, 06:12 Uhr
Frankenfelde (MOZ) Hauptsache mit Liebe gepflegt: Am Sonnabend lädt Familie Gerchow aus Frankenfelde wieder zum Oldtimertreff an der L33. Aussteller und Gäste sind eingeladen, über Baujahre und Motoren zu philosophieren. Musik gibt es von den "Rockenden Fünf".

Die Oma steht bereit, auf dem Banner an der Straße prangt in großen Buchstaben: Oldtimertreff am Sonnabend in Frankenfelde.

Die Oma? Familie Gerchow aus Frankenfelde hat natürlich nicht ihre Großmutter neben die L33 abgestellt. Vielmehr ist es der einzige Traktor der DDR-Bauzeit, der nach seinem Baujahr 1957 keinen Namen bekommen hatte, sagt Jörg Gerchow. "Aber er hatte einen verdient, fanden wir." Deshalb leuchtet nun an der Front des Traktors der Schriftzug Oma, sagt Jörg Gerchow.

Am Sonnabend haben Oldtimerliebhaber die Möglichkeit, einen Blick auf die "Oma" zu werfen. Aber nicht nur das. Auch andere Gefährte sind auf dem Hof der Gerchows zu sehen. So etwa zwei Mopeds der Serie SR2 - "eine SR2 Baujahr '58 in grau und eine SR2E Baujahr '61 in braun", sagt Jörg Gerchow. Sohn Jonas korrigiert seine Beschreibung: "Das ist rostbraun". Beide Gefährte haben Vater und Sohn in liebevoller Bastelei wiederhergerichtet.

Ein neues Projekt, an dem sie derzeit arbeiten, steht schon auf ihrem Hof. Ein roter Magirus Deutz aus dem Jahr 1954, der früher als Lastwagen, Omnibus oder auch Feuerwehrfahrzeug genutzt wurde. "Wir haben es jetzt hinbekommen, dass er wieder fährt. Die Kupplung war verkeilt, die geht wieder", sagt Jörg Gerchow. Allerdings muss noch einiges passieren, um den alten Pritschenwagen wieder in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. "Wir wollen eine neue Stoßstange und Schutzbleche anmontieren", sagt Jörg Gerchow. Wenn das Vater-Sohn-Gespann seine fünf Stunden Basteln in der Woche an dem Gefährt durchhält, werden die beiden bis Ende des Jahres mit der Restaurierung fertig sein, schätzen sie den zeitlichen Aufwand ein.

Aber von Aufwand darf bei der Liebe zu alten Gefährten nicht die Rede sein. Denn wer ein echter Oldtimerliebhaber ist, rechnet die Zeit nicht, er genießt das Basteln und Herumfummeln an den Motoren, dem Fahrgestell und dem Innenraum.

Seinen 14-jährigen Sohn hat Jörg Gerchow bereits mit seiner Bastelleidenschaft angesteckt. Nicht erst gestern, sondern bereits vor einigen Jahren. "Er verdient sich damit sogar manchmal ein bisschen Taschengeld", sagt Jörg Gerchow. Ab und zu baut die Familie einen Stand auf ihrem Grundstück auf, an dem Jonas dann seine gesammelten Oldtimerteile an den Mann oder die Frau bringt.

Auch am Sonnabend gibt es die Möglichkeit, alten Trödel und Teile rund um Oldtimer zu tauschen. Für Musik auf dem Hof sorgen die "Rockenden Fünf". Verpflegung bekommen Gäste und Aussteller bereitgestellt.

Auf der 1,5 Hektar großen Fläche findet sich genügend Platz für alle Oldtimerfreunde und ihre mitgebrachten Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr gab es kein Problem mit der Aufstellung. "Die Oldtimerfreunde wissen genau, wie sie sich aufstellen", sagt Jörg Gerchow.

Oldtimertreff und Teilemarkt in Frankenfelde, Sonnabend ab 11 Uhr an der L 33, Wriezener Straße 3, Eintritt 2 Euro, für Kinder und Aussteller ist der Oldtimertreff kostenfrei.

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