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Noch sechs Bieter im Rennen

Irina Voigt / 19.05.2017, 06:34 Uhr
Hönow (MOZ) Mitten in einem Vergabeverfahren ist alles, was dazugehört, unter Verschluss. In Hoppegarten läuft derzeit die fast letzte Runde vor dem Zuschlag für einen der sechs Bewerber um den Neubau einer Grundschule mitsamt Hort, Sportanlagen mit Zweifeld-/Gymnastikhalle und Ortsteilzentrum in Hönow. Damit nähert sich die Arbeit im zeitweiligen Ausschuss Schulneubau ebenfalls ihrem Höhepunkt.

Da sowohl bei den Mitgliedern während der jüngsten Zusammenkunft aber auch bei Lehrern und Eltern im Publikum offensichtlich noch eine ganze Reihe von Fragen offen waren, hatte der Ausschussvorsitzende Sven Siebert diese gestellt. Die Schwierigkeit für die Verwaltung bestand nun darin, befriedigende Auskünfte zu geben, ohne ins Verfahren einzugreifen, ohne es zu gefährden. Also ohne Namen, ohne übersichtliche Beispielrechnungen, ohne anschauliche Darstellungen der eingereichten Vorschläge.

Im August vergangenen Jahres war die europaweite Ausschreibung mit den Teilnahmekriterien gestartet worden. Sieben Interessenten hatten sich gemeldet und sechs hatten am weiteren Verfahren teilgenommen. Im Januar waren die Angebote in der Verwaltung eingegangen und im März hätten Bietergespräche mit allen Teilnehmern stattgefunden, berichtete Angela Schnabel, Fachbereichsleiterin fürs Bauen im Rathaus. Aus diesen Gesprächen hatten sich aufgrund von "ganz normalen" Verständigungsproblemen Nachfragen ergeben. Und drei der Projekte hätten nochmals überarbeitet werden müssen. Inzwischen lägen alle Angebote in vergleichbarer Ausfertigung vor, sagte Angela Schnabel. Eine Arbeitsgruppe sei derweil bei der Auswertung, der erneut Bietergespräche folgen würden. Noch im Mai werde dann feststehen, mit wem man in die weiteren Verhandlungen gehen werde. Am 10. Juli sei dann die Gemeindevertretung aufgefordert, die Vergabe zu beschließen. "Dann steht nur noch ein Bieter zur Debatte", erklärte Bürgermeister Karsten Knobbe.

Nachgefragt wurde, welche Verkehrslösungen gefunden worden seien und ob man im Zeit- und Kostenrahmen geblieben wäre. "Für die Verkehrslösung sind sehr gute Ideen eingebracht worden, alle haben sich Gedanken gemacht, wie der Schülerverkehr sicher und übersichtlich gestaltet werden kann", sagte Angela Schnabel. Als Realisierungszeitraum rechne man mit Minimum zwei Jahren, die Kostenobergrenze von 25 Millionen Euro sei eingehalten worden. "Derjenige, der den Zuschlag bekommt, muss dann einen abschließenden Entwurf vorlegen, es muss die Baugenehmigung eingereicht und schließlich gebaut werden - Herbst 2019 könnte die Schule fertig sein."

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