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Der 19. Tag des Ehrenamtes

Pokalgewinner: Mit seiner Nachwuchsarbeit überzeugte der SV Blumenthal/Grabow die Jury.  Jugendwart Holger Steinhauer (Bildmitte) nutzte das öffentliche Podium, um für eines der Ziele zu werben: eine Flutlichtanlage.
Pokalgewinner: Mit seiner Nachwuchsarbeit überzeugte der SV Blumenthal/Grabow die Jury. Jugendwart Holger Steinhauer (Bildmitte) nutzte das öffentliche Podium, um für eines der Ziele zu werben: eine Flutlichtanlage. © Foto: MZV/Matthias Haack
Matthias Haack / 19.05.2017, 07:30 Uhr - Aktualisiert 22.05.2017, 12:42
Freyenstein (MZV) Beide Pokale, die Landrat Ralf Reinhardt (SPD) jährlich ausschreibt, bleiben im Nordkreis: Im Schloss Freyenstein zeichnete Reinhardt am Freitagabend die SG Einheit Wittstock und den SV Blumenthal/Grabow aus.

Eingebettet in den Tag des Ehrenamtes überreichte der Verwaltungschef nicht nur die Pokale, sondern auch dank der Sparkasse Schecks. Mit jeweils 1000Euro sind die Preise zwar großzügig dotiert. Aber mit der geringen Anzahl an Bewerbungen zeigen sich die beiden Veranstalter, der Landrat sowie der Kreissportbund (KSB), nicht ganz zufrieden. 158 Vereine zählt der Großkreis, Anträge reichten jedoch nur acht Vereine ein.

Landrat Ralf Reinhardt und der Kreissportbund zeichnen im Schloss Freyenstein Sport-Funktionäre aus.
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Tag des Ehrenamtes in Freyenstein

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Der SV 90 Fehrbellin bewarb sich mit drei seiner vielen Projekte. Eine Jury aus Landkreis, KSB und Pressevertreter entschied sich nach ausgiebiger Diskussion in der Kategorie Innovation für das Projekt "Kampfsport ohne Grenzen". In diesem integriert die SG Einheit ein Mädchen mit körperlicher, zwei Jugendliche mit geistiger Behinderung, drei mit Lernschwäche Geprägte sowie zwei Asylbewerber ins Jiu- Jitsu-Training. Im Laufe der wiederum interessant aufgezogenen Auszeichnungs-Veranstaltung mit musikalischen Einlagen vom Wittstocker Saxophon-Quartett und auch einem von Christine Neumann mit Hingabe präsentierten Rundgang durch den archäologischen Park präsentierte die Sportgruppe um Frank Kallies ihr Können. Im Saal wurde gestaunt, mit wie viel Präzision die Kampfsportler ihre Technik beherrschen und welche Wucht sie dennoch aufbringen.

Auf weit geöffnete Ohren traf die Kernaussage von Ralf Reinhardt, als er in seinem Grußwort eine weitere Erhöhung der Sportförderung in Aussicht stellte. "Wir versuchen nochmals, die Trainer und Übungsleiter intensiver zu fördern. Für 2018 sind weitere 10000 Euro geplant." Damit würde die jährliche Sportförderung des Kreises auf 130000Euro anwachsen.

Am Rande notiert: Wie groß das Flächenland Brandenburg ist, erfuhr Dieter Dombrowski. Den Vize-Präsidenten des Landtages hatte KSB-Präsident Daniel Tripke zur Eröffnung zwar erwartet, doch traf der Potsdamer Wagen des Politikers mit fünfminütiger Verspätung ein. Immerhin befindet sich Freyenstein nur zwei Kilometer entfernt von der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern und damit weit, weit weg von Potsdam. CDU-Mann Dombrowski schmunzelte am Mikrofon: Er sagte, er habe seine leichte Verspätung telefonisch ankündigen wollen. Nur steckte seine dunkle Limousine offenbar in einem Funkloch. Sein weiteres Geständnis bezüglich der angedachten Fusion zu Prignitz-Ruppin: "Aus meiner Sicht ist die Größe des jetzigen Landkreises ausreichend."

Beste Argumente für den zweiten zu vergebenden Preis des Landrates trug Holger Steinhauer vom SV Blumenthal/Grabow in seinem Antrag zusammen. Unter dem Motto "Vernetzung Dorf Verein" bündelt seine Sportlerfamilie zahlreiche Kanäle, kooperiert mit zwei Kitas und Schulen, bietet informative Weiterbildungen an. Nicht nur neun lizensierte Trainer übernehmen das. Vielmehr zeigt sich Steinhauer stolz auf die Explosion der Mitgliederzahl: 30Prozent sind es mehr im Jugendbereich als noch vor fünf Jahren.

Den Ehrungs-Rahmen nutzt der Kreissportbund traditionell, um aus seinen Reihen vor allem Funktionäre auszuzeichnen. Sechsmal wurde im Schloss Freyenstein die Ehrennadel in Silber überreicht, fünfmal in Gold. Als 28. Preisträger der Ehrenplakette des KSB geht Walter Eisermann in die Geschichte ein. Ein Interview mit dem Vorsitzenden des MTV Freyenstein folgt in einer der nächsten Ausgaben. Unter anderem konkretisiert er dann sein Erfolgsrezept: "Man muss für diesen Job als Vereinschef schon ein bisschen wie ein Diktator sein."

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