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Zwischen Trabi, Schwalbe und speziellen Traktoren

Platzrunde im Bromsen-Trecker: Martin Jesse hat sich eines dieser seltenen speziellen Fahrzeuge, die einst auch im Wriezener Betonwerk fuhren, wieder aufgebaut.
Platzrunde im Bromsen-Trecker: Martin Jesse hat sich eines dieser seltenen speziellen Fahrzeuge, die einst auch im Wriezener Betonwerk fuhren, wieder aufgebaut. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 22.05.2017, 06:35 Uhr
Frankenfelde (MOZ) Gerade auch weil in Alt Tucheband eine ähnliche Veranstaltung lockte, war der Oldtimertreff bei Familie Gerchow in Frankenfelde diesmal in der Dimension etwas bescheidener als im Vorjahr besucht. Gastgeber Jörg Gerchow zeigte sich trotzdem vollauf zufrieden. Das Wetter spielte mit, und schon am späten Mittag hatten sich auf dem Acker, wo mehrere Dutzend Fahrzeuge lockten, zahlreiche Interessenten eingefunden.

Darunter Wilhelm Lampert: Der 80-Jährige aus Leuenberg hat seinerzeit mit 14 erstmals als Fahrer auf einem Lanz Bulldog gesessen. Bald darauf absolvierte er 1952 bis 1954 im damaligen Lehrkombinat Wriezen seine Ausbildung zum Traktorenschlosser, und später waren die Trecker dieser Marke, die weithin Kultstatus genießen, seine ständigen Begleiter. "Auch im Betrieb war der Erste ein Bulldog", erinnert er sich. 35 Jahre ist er auf diesem Typ gefahren, hat sieben Stück mit seinem Geschick als Bastler neu aufgebaut.

Und so interessierte ihn in der Landmaschinen-Sektion des Oldtimertreffs natürlich das schmucke Bulldog-Exemplar besonders.

Bei Andreas Pischyglowa und seiner Tochter aus Bad Freienwalde standen wiederum die Trabis im Fokus des Interesses. Und von der einst allgegenwärtigen "Rennpappe" waren denn auch mehrere Stück, darunter eine Cabrio-Variante, vertreten. Derweil tauschten andere Besucher, schon etwas älter, in der Zweiradsektion Erinnerungen aus. Von Simson-Roller über Jawa bis MZ war dort vieles vereint, und auf einer Schwalbe - die ihrem Opa gehört, wie sie verriet - saß zwischendurch ganz begeistert auch die achtjährige Natalja Schürmann aus Peine.

Immer wieder kommen ein paar neue Attraktionen hinzu. Diesmal war das der Bagger von etwa 1976, den Jonas Gerchow in Aktion vorführte. Der 14-jährige Sohn des Organisators, dem Vater in allem zur Seite stehend, hat von diesem die Liebe zu Oldtimern jeglicher Art geerbt, geht ebenfalls voll im Zeigen und Erklären auf. Der Bagger ist eine Neuanschaffung, muss erst noch richtig hergerichtet werden.

Nicht nur Gerchows tuckerten mit anderen Fahrzeugen zu einer Platzrunde einmal ums Gelände. Auch Martin Jesse hatte sich dazu kleine Fahrgäste wie Oscar und Atreju eingeladen, die von einer Mitfahrt im Bromsen-Trecker ganz begeistert waren. Einige Besucher blieben an seinem Gefährt neugierig stehen. Viele wurden davon wohl nicht produziert, doch fuhren sie zum Beispiel einst im Betonwerk Wriezen, so der Sternebecker. Sein Exemplar hat er vom Schrott und es wiederhergerichtet, auch einen neuen Motor eingebaut.

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