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Beim Oldtimertreffen in Dollgow herrschte am Sonnabend der Ausnahmezustand

Alte Knatterkisten tuckern durch Dollgow

Alte Technik im Mittelpunkt des Interesses: Ob Zweirad oder Landmaschine, auf dem Festplatz in Dollgow gab es viel zu bestaunen.
Alte Technik im Mittelpunkt des Interesses: Ob Zweirad oder Landmaschine, auf dem Festplatz in Dollgow gab es viel zu bestaunen. © Foto: MZV
Jürgen Rammelt / 22.05.2017, 07:49 Uhr
Dollgow (GZ) Wenn es in Dollgow knattert und schnauft, dann dürfen Liebhaber und Fans alter Landtechnik nicht fehlen. So auch am Sonnabend, als zum fünften Mal das Oldtimer- und Traktorentreffen stattfand. Wieder hatten die Mitglieder und Freunde des Heimatvereins keine Mühen gescheut, um das Treffen zu einem Höhepunkt im Dorfleben zu gestalten.

Bereits am frühen Vormittag fuhren und tuckerten bereits zahlreiche Traktoren, Schlepper, Lastkraftwagen und Pkws sowie andere Oldtimer durch den Ort zum Festplatz. Auf dem Areal angekommen, wurden die Fahrer von Karin Köhler, der Vorsitzenden des Heimatvereins sowie vom Bürgermeister der Gemeinde Stechlin, Wolfgang Kielblock, begrüßt. Kielblock war es auch, der gemeinsam mit Ulf-Peter Degebrodt per Mikrofon die Teilnehmer und deren Fahrzeuge später den Besuchern vorstellte.

Bei den landwirtschaftlichen Zugmaschinen waren fast alle Marken vertreten, die in den vergangenen 80 Jahren über die Felder der Region rollten. Dabei fielen besonders die liebevoll restaurierten Lanz-Bulldogs von Dirk Nimke und Norbert Krüger auf, die aus Zernikow und Gransee nach Dollgow angereist waren. Aber auch Traktoren der Marken Deutz, Famulus, Fend, Pionier, Güldner, Massa-Ferguson, Fendt und Zettelmeyer sowie Mähdrescher der ersten Generation ließen so manches Sammlerherz höher schlagen.

Die Stars der Schau waren zweifelsohne die beiden Lanz-Bulldogs und einige andere Exoten unter den Landmaschinen. Den Veteranen unter den Zugmaschinen, die vor dem Start zur Ausfahrt mit der Lötlampe vorgeglüht werden mussten, war anzusehen, dass sie besonders liebevoll restauriert wurden. Das traf aber auch auf einige Pkw der Marken Trabant und Wartburg zu, deren Eigentümer ebenfalls zum Treffen erschienen waren.

Es waren nicht nur landwirtschaftliche Maschinen, die es zu bestaunen gab. Auf dem weiträumigen Platz standen auch große und kleine Lastkraftwagen sowie diverse Motorräder. Dabei war es wieder einmal Gerhard Heise aus Gransee, der den Besuchern jede Menge technische Details zu den in die Jahre gekommenen Zweirädern, den Framos, Garants und W 50 erklären konnte.

Überhaupt stand unter den Besitzern der Oldtimer am Sonnabend der Erfahrungsaustausch hoch im Kurs. Überall wurde gefachsimpelt und so mancher Tipp ausgetauscht, wo es noch das eine oder andere originale Ersatzteil gibt. "Für meinen Bulldog gibt es eher Teile, als für manches moderne Fahrzeug", berichtete zum Beispiel Norbert Krüger.

Doch es waren nicht nur Fahrzeuge, die auf dem Platz für Aufsehen sorgten. Es gab Vorführungen im Sägen und Holzspalten. Außerdem hatte der Verein einen Dreschkasten und Getreide vom vergangenen Sommer organisiert, dass vor den Augen der Besucher gedroschen wurde. Dabei wurden die Dollgower von Vereinsfreunden aus Rönnebeck unterstützt, die ihrerseits einen Motor mitgebracht hatten, der mittels Treibriemen das Dreschwerk in Gang setzte. Am Ende waren es zwei Säcke voller Körner, über die sich die Dollgower freuen durften.

Karin Köhler, die treue Seele und Vorsitzende des Heimatvereins, war am Sonnabend überaus zufrieden. Das Wetter hatte mitgespielt und die Teilnehmerzahl hatte alle Erwartungen übertroffen. Noch vor dem Mittag rollte Alfred Weinert aus Lehnitz mit seinem VW-Käfer als 100. Teilnehmer auf den Platz. Und Mario Bautz aus Reichenbach in Bayern, der mit einem DKW F8 den Weg nach Dollgow gefunden hatte, wurde als Teilnehmer mit der weitesten Anreise begrüßt.

Voller Stolz verwies Wolfgang Kielblock auf das nächste Vorhaben: Auf dem Festplatz wird bis zum traditionellen Erntefest eine 25 mal 10 Meter große Halle entstehen. Die Fundamente waren bereits zu sehen. "Am 30. September, wenn das Fest gefeiert wird, findet die Eröffnung statt", zeigte sich der Gemeindechef überzeugt. In diesem Jahr geht es vornehmlich um den Kürbis, ließ Kielblock wissen. Aber auch Traktoren und Oldtimer werden zum Erntefest wieder zu bestaunen sein.

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