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Straßensperrung, fehlendes Fräsgut und Windräder

Cornelia Link-Adam / 24.05.2017, 06:17 Uhr
Jahnsfelde (MOZ) Münchebergs Bürgermeisterin Uta Barkusky (Die Linke) hatte am Montagabend zum Bürgerforum ins Jahnsfelder Gemeindezentrum Alte Dorfschule eingeladen, um mit Einwohnern, Stadtverordneten und dem Ortsbeirat über aktuelle Themen ins Gespräch zu kommen.

Zehn Interessierte waren der Einladung gefolgt - laut Barkusky der harte Kern, der immer daran teilnimmt. Die Jahnsfelder brachten etliche Sorgen und Nöte zur Sprache. Häufig ging es um Straßen, besonders um die aktuelle Baustelle an der B1 südöstlich von Müncheberg.

Dass die Straße augenscheinlich fertig ist, aber noch immer gesperrt - wohl bis Ende Juni, wollte vielen nicht in den Kopf. Einige fahren früh und abends schon illegal durch die Baustelle. Landwirt Frank Prochnow kündigte an, dies ab kommende Woche tun zu müssen, um zur Ernte auf seine Felder zu gelangen. Er wird nun, unterstützt von der Bürgermeisterin, einen Brief an die Baufirma schreiben und um Lösung bitten. Alternativ will er mit Verdienstausfall-Kosten drohen.

Dass die Umleitung der B1 über die L 36 in Heinersdorf in einem derart schlechten Zustand sei, wurde ebenfalls moniert. Dies hätten auch schon einige Landtagsabgeordnete festgestellt und veranstalten ein Treffen am 31. Mai in Neuhardenberg. Münchebergs Bürgermeisterin wird einen Vertreter hinschicken, um für einen baldigen Ausbau der maroden Piste zu sprechen.

Debattiert wurde auch, dass das Fräsgut, das beim Straßenbau angefallen sei, leider weit weggefahren wurde. Von neu gemachten Wegen in Gartensparten bei Seelow und bei Friedersdorf war die Rede. Dabei hätte Müncheberg das Material gerne selbst genutzt, beispielsweise um den Müncheberger Weg aufzufüllen, berichtete Gert Seume vom Jahnsfelder Ortsbeirat. Die Bürgermeisterin versprach, dies zu prüfen und festlegen zu lassen, dass das Fräsgut bei künftigen Bauaktionen gefälligst in der Region bleibt.

Die Hoffnung einiger Anwesender, zum für 2017 geplanten Ausbau des Gehwegs in der Trebnitzer Straße auch gleich noch die Verbindung zwischen Kullerberg und Gaststätte mit zu sanieren, konnte die Bürgermeisterin nicht verstehen. Das stehe nicht auf der Prioritätenliste, sollte künftig klarer formuliert und notiert werden, sagte sie.

Auch über den Umgang mit den Toten wurde ausgiebig gesprochen. Der Trend gehe weg von der anonymen Beerdigung, und hin zu halb-anonymen Flächen (Wiese mit Stele für Namen und Daten). Das habe mittlerweile auch die Verwaltung erkannt und erarbeite bis zum Jahresende eine neue Friedhofssatzung, die auch andere Bestattungsformen, wie den Friedwald anbietet. Darüber hinaus ist man laut Barkusky auch gerade rege im Widerspruch zu den geplanten Windrädern um Müncheberg. Abgelehnt werden die Gebiete bei Wulkow-Trebnitz und Obersdorf-Müncheberg. Machbar sei einzig das Wald-Areal bei Hoppegarten, erklärte die Bürgermeisterin. Im Zuge dessen kämpft sie gerade um die Wiederherstellung des Landschaftsschutzgebietes, das jüngst vom Landkreis aufgehoben wurde.

Alle in der Runde freuten sich, dass der Neubau des Jahnsfelder Feuerwehrgerätehauses mit Erdarbeiten schon erste sichtbare Formen annimmt. Die Fertigstellung wird bis zum Ende des Jahres angestrebt.

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