Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Grünes Licht für Machbarkeitsstudie

Staatssekretärin Ines Jesse übergibt den Förderbescheid an Landrat Roger Lewandowski.
Staatssekretärin Ines Jesse übergibt den Förderbescheid an Landrat Roger Lewandowski. © Foto: Jürgen Ohlwein
Jürgen Ohlwein / 25.05.2017, 08:05 Uhr
Friesack (MOZ) Am Mittwoch übergab Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, im Amt Friesack einen Zuwendungsbescheid an Landrat Roger Lewandowski. Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 24.000 Euro soll eine Machbarkeitsstudie für ein Konzept für eine bessere Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung finanzieren. Das Geld stellt das Land aus Lottomitteln zur Verfügung.

Das Amt Friesack, das als Gastgeber der Übergabe fungierte, hat schon einige Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln können. Zwei Jahre erprobten die Friesacker das Modell des Patientenfahrdienstes im Rahmen des Demografie-Projektes. "Die zwei Jahre haben gezeigt, dass ein großer Bedarf besteht und der Fahrdienst gut angenommen wird" erklärte Amtsleiter Christian Pust. Leider sei die Finanzierbarkeit für die Zukunft in Frage gestellt. So mussten die Patienten in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Eine Fahrt kostete zur Einführung des Patientenbusses noch 6 Euro, jetzt sind es 12 Euro pro Fahrt. Dabei handelt es sich zumeist um ältere Menschen, die zu Fachärzten müssen.

Auch der Fahrer des Patientenbusses, Wiegmund Maltzahn, bestätigte den großen Bedarf. Im vergangenen Jahr wurden über 100 Menschen mit dem Fahrdienst zu Fachärzten nach Falkensee, Rathenow, Brandenburg, Potsdam und Berlin befördert. Für die Fahrten steht ein Kleinbus der AWO Rathenow zur Verfügung.

Deshalb soll jetzt aufbauend auf den Friesacker Erfahrungswerten ein landkreisweites Konzept erstellt werden, das verschiedene Varianten zur besseren Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung untersucht. Landrat Roger Lewandowski: "Die Förderung bietet uns die Möglichkeit, gemeinsam mit verschiedenen Akteuren neue Ideen zur besseren Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Der Patientenfahrdienst in Friesack und Falkensee ist ein erfolgreiches Modellprojekt unseres Demografie-Projektes, das von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wurde. Nun müssen wir Lösungen erarbeiten, um alternative Mobilitätsvarianten, wie den Patientenbus, auch langfristig auf sichere finanzielle Beine stellen zu können."

Das Konzept für eine bessere Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung ist nur ein Teilprojekt im großen Demografie-Projekt des Landkreises Havelland. Es beinhaltet viel mehr als nur die ärztliche Versorgung. Auch die Schaffung von Infrastruktur und Verkehrsanbindungen bis hin zu Bildung und Kinderbetreuung sind Teil des Projektes. Das alles ist für die Steigerung der Attraktivität im ländlichen Raum nötig und die sei wichtig, um auch junge Menschen hier ansässig werden zu lassen. Besonders gehe der Blick dabei nach Berlin. "Wir wollen, dass sich die Menschen in den Dörfern wohlfühlen und viele sich auf Grund guter Bedingungen hier im schönen Havelland ansiedeln", erklärte Roger Lewandowski.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG