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Akuter Platzmangel im Friedrichsthaler Feuerwehrhaus

Markant: Der Turm des Feuerwehrdepots, der nicht mehr genutzt wird, gilt jedoch als einsturzgefährdet.
Markant: Der Turm des Feuerwehrdepots, der nicht mehr genutzt wird, gilt jedoch als einsturzgefährdet. © Foto: MZV
Friedhelm Brennecke / 26.05.2017, 06:15 Uhr
Friedrichsthal (OGA) Der markante Turm vom Feuerwehrdepot Friedrichsthal wurde von Fachleuten bereits vor Jahren als einsturzgefährdet bezeichnet. Er steht noch immer. Auch feuchte Wände sind dort seit Langem ein Problem. Größtes Manko ist allerdings der Platz, der schon lange nicht mehr für die 21 Aktiven ausreicht.

"Wir müssen einfach mal in Erinnerung rufen, dass auch bei unserer Feuerwache einiges im Argen liegt", sagt Manuel Jänisch, der seit sieben Jahren als Ortswehrführer an der Spitze des Löschzuges 4 der Freiwillige Feuerwehr Oranienburg steht. Das Gebäude aus dem Jahr 1904, das 1990 nach den damaligen Standards saniert worden war, ist inzwischen in die Jahre gekommen. Die nicht mehr normgerechten Rolltore, die keine größeren Fahrzeuge passieren lassen und die feuchten Wände im Erdgeschoss zählen dabei eher zu den kleineren Mängeln.

"Unser Hauptprobleme ist einfach der fehlende Platz", sagt Jänisch. Der Gruppenraum im ersten Stock des Gebäudes reiche für die Ausbildung der 21 Aktiven schon lange nicht mehr aus. Die Umkleiden seien erheblich zu klein, sodass sich einige Kameraden auch in der engen Fahrzeughalle umziehen müssten. Die kompletten Spinde der Jugendfeuerwehr, die aktuell aus elf Nachwuchskräften besteht, befinden sich ebenfalls in der Halle direkt und dicht neben dem großen Einsatzwagen.

Mit dem sind die Kameraden gerade in den vergangenen Tagen mehrfach zu Waldbränden ausgerückt. Bei Einsätzen, ihre Zahl steige seit Jahren, in der Oranienburger Innenstadt stehen die Friedrichsthaler an vierter Stelle der Alarmierungsliste. "Denn unser Löschzug ist mit der Mindestanzahl von Kameraden immer einsatzbereit", sagt Manuel Jänisch und ist froh, dass die Friedrichsthaler Wehr so gut besetzt ist.

Für den Ortswehrführer steht fest, dass die bestehenden Probleme nur durch einen Neubau aus der Welt geräumt werden können. Dafür ist genügend Platz vorhanden, seitdem die Stadt vor ein paar Jahren das Nachbargrundstück erworben hat. Dort war seitens der Stadt ein gemeinsames Feuerwehrdepot für die Löschzüge Friedrichsthal und Malz geplant. Aus politischen Gründen seien diese Pläne aber wieder ad acta gelegt worden, bedauert Jänisch. Seiner Meinung nach - diese Auffassung teilt auch Ortsvorsteher Jens Pamperin (CDU) - wäre eine gemeinsame Wache tatsächlich die beste Lösung. "Nur wenn wir die Kräfte bündeln, sind wir eine starke Feuerwehr", sind Pamperin und Jänisch überzeugt.

Sie setzen dabei auch auf den Gefahrenabwehrbedarfsplan, der Ende dieses Jahres fortgeschrieben werden muss. "Wir hoffen, dass sich darin unser Platzproblem niederschlägt und in absehbarer Zeit hier tatsächlich ein Neubau errichtet werden wird", sagen Jänisch und Pamperin.

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