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Die Jacke kann weg

Elke Lang / 29.05.2017, 06:06 Uhr
Alt Stahnsdorf (MOZ) Drei Ereignisse feierte Alt Stahnsdorf am Sonnabend: den Stadtausscheid der Freiwilligen Feuerwehren von Storkow, das Jubiläum 85 Jahre Freiwillige Feuerwehr des Storkower Ortsteils Alt Stahnsdorf und das Dorffest. Mit dabei waren Freunde aus Storkows Partnerstadt Opalenica.

"Der Stadtausscheid der Freiwilligen Feuerwehr ist jedes Jahr ein Highlight", schwärmt Stadtwehrführer Frank Ebert. "Da treffen sich alle Feuerwehren, und es beweist sich das kameradschaftliche Verhältnis aller zueinander." Tatsächlich waren bis auf die Schweriner, bei denen "durch unglückliche Umstände diesmal keine Mannschaft zusammenkam", alle Wehren angetreten, und wie in den vergangenen Jahren waren wieder drei Mannschaften von Löschkids und sieben Jugendfeuerwehren dabei. Aus der polnischen Partnerstadt Opalenica kämpfte als Gast die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr des Ortsteils Wojnowice mit.

Alle Wehren präsentierten sich auf dem großen Festumzug mit ihren Fahrzeugen, den historischen genauso wie den ganz modernen. "Alle Mannschaften haben wie immer ihr Bestes gegeben", ist Frank Ebert stolz über die Ergebnisse. Auch lobte er den "wunderbaren Rasen" auf dem Sportplatz, auf dem der Wettkampf Löschangriff nass ausgetragen wurde. Er weiß, dass die Alt Stahnsdorfer den Ausscheid seit Tagen vorbereitet hatten und so für alle "super Bedingungen" entstanden waren.

Gestartet wurde wegen der Hitze unter "Marscherleichterung", was heißt, dass die Jacke weggefallen war. Nach dem Wettkampf standen für alle zwei Fässer Bier und zwei Fässer rote Brause, die sogenannte Feuerwehrbrause, gratis bereit. "Wir lassen es uns heute gut gehen", verkündete Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, von der traditionell ein Fass gespendet worden war. Die Alt Stahnsdorferin zeigte sich wieder voll zufrieden, denn "es haben wie immer alle Vereine des Ortes mitgemacht. Wenn bei uns so etwas stattfindet, ist das ganze Dorf zu Gange".

Meist finden bei Ausscheiden der Freiwilligen Feuerwehr mittendrin, aber ohne ernsthafte Wertung, Spaßwettkämpte statt. Wie im letzten Jahr trat das Alt Stahnsdorfer Team "Rotkäppchen" an, bestehend aus Frauen und Töchtern von Kameraden der Ortswehr. "Dieses Jahr haben es sich die Männer gewünscht, dass wir wieder mitmachen", erzählt Kerstin Koebsch lachend. "Voriges Jahr in Kummersdorf haben wir gegen die Kummersdorfer Frauen gekämpft. Dieses Jahr hatten wir leider keinen Gegner", bedauert sie. Dabei haben sie den Löschangriff in 47,48 Sekunden geschafft, "für uns sehr gut, und wir hatten auch dafür geübt".

Die Alt Stahnsdorfer gründeten ihre Freiwillige Feuerwehr unter dem Gemeindevorsteher Otto Lehmann 1932 mit 16 aktiven Mitgliedern. Damals verfügten sie gemeinsam mit Kummersdorf lediglich über eine Gespannspritze. Heute sind die 17 aktiven Mitglieder mit ihren acht Löschkids und Feuerwehr-Jugendlichen stolz auf ihr neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Ihr Feuerwehrgerätehaus hatten die Alt Stahnsdorfer vollständig in ehrenamtlicher Arbeit errichtet und am 8. Mai 1964 seiner Bestimmung übergeben. Als Wehrleiter war von 1945 bis 1964 Alfred Gallasch tätig, danach für insgesamt 37 Jahre Günter Pirke, der heute zu den Ehrenmitgliedern zählt. Die Wehrleitung hat Henning Lägel inne.

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