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Noch fehlen fast sechs Millionen Euro für Friedrichsthaler Schule

Vorderansicht: So soll die neue Grundschule nach den Plänen der Architekten Brüch Kunath aussehen.
Vorderansicht: So soll die neue Grundschule nach den Plänen der Architekten Brüch Kunath aussehen. © Foto: MZV
Friedhelm Brennecke / 30.05.2017, 06:30 Uhr
Friedrichsthal (OGA) Für Oranienburgs zweitgrößtes Schulneubauprojekt mit einem Kostenvolumen von fast 15 Millionen Euro haben die Stadtverordneten am Montagabend den Weg freigemacht: den Neubau einer zweizügigen Grundschule in Friedrichsthal.

Mit dem Konzept zur sozialen Infrastruktur und dem Nachtragshaushalt, die beide vom Stadtparlament einstimmig angenommen wurden, gibt es jetzt auch grünes Licht für die dringend nötigen Kita-Neubauten in Schmachtenhagen und an der Speyerer Straße sowie die Erweiterungen der Kitas in Lehnitz und Sachsenhausen und den Anbau an der Havel-Grundschule.

Für den Neubau in Friedrichsthal fehlen derzeit noch rund 5,7 Millionen Euro, die im Nachtrag noch nicht verankert sind und in die Haushaltsplanung 2018 bis 2021 Eingang finden müssen. Mit den räumlich stellenweise sehr prekären Bedingungen am alten Grundschulstandort werden die Friedrichsthaler also noch eine ganze Weile vorliebnehmen müssen. Womöglich haben sie sich ab dem Schuljahr 2019/20 außerdem noch auf ein zweijähriges Provisorium einzustellen. Denn sollte die Schule dann wirklich aus allen Nähten platzen, würde am alten Standort noch ein Container aufzustellen sein. Das wird jedenfalls geprüft.

Die Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Brüch Kunath aus Birkenwerder sieht einen zweigeschossigen Schulneubau mit Hort und Aula sowie Büro des Ortsvorstehers am Sportplatz an der Friedrichsthaler Chaussee vor. Der vorhandene Fußballplatz sowie das Vereinsgebäude bleiben erhalten, die Sporthalle wird um einen Sozialtrakt erweitert und teilweise saniert.

Für den Schulsport sollen noch eine 60 Meter Laufbahn und eine Weitsprunganlage, für den Sportverein noch ein Kunstrasenspielfeld neu errichtet werden. Auch ein separates Küchengebäude, in dem werktäglich bis zu 750 Kita- und Schulessen gekocht werden können, soll nach Planung der Stadt auf dem Areal Platz finden.

Maximal 336 Schüler in zwölf Klassen mit einer Größe von jeweils 60 Quadratmetern bei einer Klassenstärke von 28 Kindern können in dem Neubau unterrichtet werden. Außerdem sind acht eigenständige Horträume geplant, in denen sich rund 95 Kinder betreuen ließen. Bei einer Doppelnutzung könnten sogar noch mehr Kinder den Hort besuchen.

Für das Vorhaben ist ein Bebauungsplan nötig, an dem jetzt mit Hochdruck gearbeitet wird. Er soll in zirka einem Jahr beschlussreif sein, die Planung 2019 beginnen und mit dem Neubau im Frühjahr 2020 angefangen werden, sodass die Schule ab August 2021 ihren Betrieb aufnehmen könnte.

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