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Götz Bernau und Thomas Müller begeistern Publikum im Altmädewitzer Gotteshaus

Violinenklänge zugunsten der Kirche

Heike Jänicke / 30.05.2017, 06:40 Uhr
Altmädewitz (MOZ) Während der eine sich noch genüsslich den frischen, von Marion Farchim und Kerstin Welk gebackenen Kuchen auf den Bänken unter den Schatten spendenden Bäumen vor der Kirche schmecken ließ und dem Glockenklang des Gotteshauses lauschte, sicherten sich andere einen Platz im Gestühl. Denn ein in zweierlei Hinsicht besonderes Konzert stand am Sonnabendnachmittag auf dem Programm. Der Verein Kirche und Dorf Altmädewitz mit seiner Vorsitzenden Luise Bernau hatte einerseits zum Benefizkonzert zugunsten der 180 Jahre alten Kirche am Dorfanger eingeladen. Und mit Götz Bernau und Thomas Müller waren andererseits zwei Virtuosen gekommen, die die kleine Kirche wohl in dieser Kombination so noch nicht gesehen und gehört hatte.

Und nicht nur dies allein schien die Besucher anzulocken. Es war auch die Musik, die aus den weit geöffneten Kirchentüren in die nachmittägliche Stimmung des Oderbruchdorfes schwang. Musik für zwei Violinenspieler, wie es der Verein auf dem Programmzettel ankündigte. Musik, die den meisten Besuchern noch nicht bekannt war - Musik von Romantik bis Tango.

Götz Bernau und Thomas Müller hatten sich unter anderem das "Duo op.8" von Ignatz Pleyel (1757 bis 1831) herausgesucht. Er sei das 24. von 38 Kindern gewesen und habe als Komponist zu seiner Zeit große Karriere gemacht, führte Götz Bernau in das Konzert ein. Wie wunderbar und romantisch aber die "Violinenschule" von Ludwig Spohr (1784-1859) noch heute klingt, das konnten die Konzertbesucher im Anschluss vernehmen. Dem schlossen sich Werke von Moritz Hauptmann (1792 -1868), Carlos Gardel (1890-1935) und Max Reger (1873-1916) an. Die Gäste erlebten einen wunderbaren Nachmittag und geizten nicht mit lang anhaltendem Applaus.

Um die im November 1837 geweihte Kirche in Altmädewitz zu erhalten, bedarf es weiterer Anstrengungen. Und vor allem Geld für eine umfangreiche Instandsetzung, sagt Luise Bernau. Zwar verzaubert das Kleinod im Inneren mit der aus dem Gründerjahr stammenden Einrichtung - wie der dreiseitige Emporeneinbau, die Leuchterkronen, die Türen oder das Gestühl, in dem sich die Holzwürmer seit langem eingenistet haben. Doch eine Sanierung ist erforderlich.

Deshalb rühren Luise Bernau und ihre Mitstreiter vom Verein Kirche und Dorf Altmädewitz fleißig die Werbetrommeln, um das kleine Kirchlein mit dem recht kurzen Turm restaurieren zu lassen und für die Nachwelt zu erhalten.

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