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Gemeindevertreter sehen sich in Kunersdorf um

Radweg bleibt auf der Wunschliste

Straßenlampen mitten im Raps? Nicht ganz - dazwischen verläuft ein Radweg. Dieser verbindet das Neudorf und die Dorfstraße in Kunersdorf.
Straßenlampen mitten im Raps? Nicht ganz - dazwischen verläuft ein Radweg. Dieser verbindet das Neudorf und die Dorfstraße in Kunersdorf. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 30.05.2017, 19:46 Uhr
Kunersdorf (MOZ) Wer bei Kunersdorf über die Felder blickt, glaubt an einer Stelle, dass mitten im Raps Straßenlaternen stehen. Das ist natürlich nicht der Fall, denn dort verläuft ein Radweg. Dennoch stand der Bereich kürzlich im Mittelpunkt einer Ortsbegehung durch die Bliesdorfer Gemeindevertreter.

Hintergrund waren eben jene Felder, die sich inzwischen bis auf Land ausgedehnt haben, das der Kommune gehört. "Wir haben mit dem Landwirt bereits gesprochen", erläuterte der stellvertretende Bürgermeister und zugleich Kunersdorfer Ortsvorsteher Swen Schirrmeister. Im Herbst würden die Flächen anhand der GPS-Daten abgesteckt, kündigte er an und Bürgermeister Reiner Labitzke fügte hinzu: "Wir arbeiten hier mit- und nicht gegeneinander."

Swen Schirrmeister, der auch auf zwei Arbeitseinsätze der Kunersdorfer in dem Gebiet pro Jahr hinwies, berichtete zudem, dass der dort stehende Trafoturm als Denkmal klassifiziert, aber noch nicht in die entsprechende Liste aufgenommen worden sei. Der Bau selbst verfüge über zwei Etagen und sei entkernt worden. Die Fenster seien in den 1990er-Jahren geschlossen worden. Inzwischen warte man darauf, dass die Edis AG den Trafoturm zur gemeinnützigen Nutzung an die Gemeinde oder einen Verein freigibt. Die Ideensuche laufe bereits, so Reiner Labitzke.

Swen Schirrmeister verwies zudem darauf, dass in dem Bereich möglicherweise auch Platz für Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Fortführung des Radwegs von Altfriedland über Metzdorf nach Kunersdorf wäre. Dieser Lückenschluss zum Radfernweg "Tour Brandenburg" steht nicht nur bei den Gemeindevertretern auf der Wunschliste.

Deshalb hatten diese im April im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den ebenfalls schon lange geforderten Abschnitt zwischen Neuhardenberg und Altfriedland auch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf Bliesdorfer Territorium abgelehnt. Die vorgesehenen Laubbäume entlang der Bundesstraße 167 würden die Weiterführung des Radwegs ausschließen.

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