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Mini-Formel-1 in den Müllerbergen

Reimund Krüger / 31.05.2017, 19:42 Uhr
Blumenhagen (MOZ) Beim vierten Vier-Tage-Rennen der Schwedter Automodellsportler waren in den Müllerbergen 96 Fahrer am Start. Einheimische Piloten schafften es diesmal angesichts der renommierten Konkurrenz nicht aufs Siegerpodest.

Getreu dem Motto: "Wer zuerst kommt, bekommt die besten Plätze", waren die frühesten Teilnehmer bereits am Mittwoch vor Herrentag mit Wohnwagen oder Campinganhänger angereist. Insgesamt gab es 106 Meldungen in den Klassen OR8 (Verbrenner), ORE8 (Elektro) und ORT (Truggy). Da es einige Doppelstarter in den einzelnen Klassen gab, waren letztlich 96 Fahrer dabei. Wie beliebt dieses viertägige Event inzwischen ist, zeigt der Vergleich zum Vorjahr: Da waren 65 Fahrer am Start.

Natürlich ist die Veranstaltung als ernsthafter Wettbewerb im Kalender eingetragen, aber auf Seiten des MC Schwedt geht es in erster Linie auch um den Spaß am Automodell-Rennsport. So gehörten das Miteinander, der Austausch von Vereinsneuigkeiten, das Weitergeben von Erfahrungen und technischer Raffinessen ebenso mit zu dem langen Wochenende wie knallharte Aktionen in den Rennen.

Hervorgehoben werden muss insbesondere der Workshop von Abdullah Killic, der Tipps und Tricks aus der Werkstattschmiede des Agama-Rennstalls uneigennützig an die Sportler weiter gab. Eine absolute Neuheit war das von ihm angebotene Einzelfahrtraining. Hierbei hatten Interessenten die Möglichkeit, über Headset mittels Sprechfunk Hinweise für entsprechende Fahrsituationen auf der Rennstrecke zu bekommen - ein tolles Angebot, welches von etlichen Startern gern genutzt wurde.

Den absoluten Fahrspaß verspürten die Teilnehmer am Freitagabend beim Nachtrennen. Zwangsstopps, Fahrtrichtungswechsel - und das alles unter Rennbedingungen - verlangten den Startern einiges an Fahrkunst ab. Es siegte Berkan Killic, der jüngere zweier Brüder aus Bremen. Er wurde mit einem Super-Pokal und einem Kasten Cola belohnt.

Eine Neuerung war am Freitag das Kids-Race, das künftig fest im Programm aufgenommen wird. Nach äußerst spannenden Rennen und ständig wechselnden Führungen war Luis Schmeling aus Hamburg der glückliche Sieger. Auch der gute dritte Platz von Nino Kornow muss erwähnt werden. Nino ist seit Januar Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Modellbau, die vom Technikstützpunkt der Gesamtschule Talsand Schwedt und dem MC Schwedt neu gegründet wurde. Er hat noch nie einen Buggy über eine Rennstrecke gesteuert - vielleicht wächst hier ein neues, großes Talent heran.

An beiden darauffolgenden Tagen ging es dann in den genannten Rennklassen zur Sache. Wie angemeldet, waren neben Burak Killic (Vize-Europameister der Junioren) weitere namhafte Fahrer wie Florian Müller, Marcel Paul, Berkan Killic, Jaroslaw Poniatowski sowie vom MC Schwedt Mateusz Dudzig und Zico Scherel am Start. Packende Zweikämpfe und taktische Rangeleien bei höchstem Tempo zeugten dann auch von einem sehr hohen fahrtechnischen Niveau der Akteure.

Schon in den Vorläufen zeigte sich, dass es in diesem Jahr für die Schwedter Mannschaft schwer werden würde, aufs Podest zu fahren. Doch die Platzierungen der Oderstädter in diesem top-besetzten Feld konnten sich sehen lassen. Nach Vorläufen und Zwischenfinals waren für die Finalrennen Mateusz Dudzig und Filip Slowie (ORE8/Elektro) sowie Zico Scherel (OR8) qualifiziert. Die Klasse ORT (Truggy) war vom MCS nicht besetzt. Im Finale ORE8 ging Dudzig als einer der Favoriten ins Rennen.

Nach dem ersten Lauf sah es auch so aus, als könnte er auf das Podest fahren. Leider hatte sein Modell dann im zweiten Finallauf einige technische Störungen. So blieb am Ende ein guter neunter Platz. Burak Killic siegte vor Florian Müller und Berkan Killic. Filip Slowie belegte nach einem Ausfall im ersten Finallauf in der Endabrechnung noch Platz 11.

Anders lief es im Finale der Verbrenner (OR8). Hier fuhr Zico Scherel anfangs voll in der Spitze mit, fiel dann aber nach dem ersten Tankstopp durch einige kleine Fahrfehler zurück. Mit großem kämpferischen Einsatz belegte er in diesem klasse Feld noch den sechsten Platz. Das Rennen gewann Florian Müller vor Jaroslaw Poniatowski und Ilias Reise.

Der MC Schwedt erhielt von den Beteiligten großes Lob für die perfekte Ausrichtung des Rennens - viele versprachen spontan, im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

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