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Nathalie und Joachim Berg feierten Jubiläum

In Liebe und Treue 65 Jahre ein Ehepaar

Zur Eisernen Hochzeit eine Buttercremetorte: Die hat Dorit Mochow, Alltagsbegleiterin und gelernte Konditorin, für das Ehepaar Nathalie und Joachim Berg in Hönow gezaubert.
Zur Eisernen Hochzeit eine Buttercremetorte: Die hat Dorit Mochow, Alltagsbegleiterin und gelernte Konditorin, für das Ehepaar Nathalie und Joachim Berg in Hönow gezaubert. © Foto: MOZ
Margrit Meier / 01.06.2017, 18:36 Uhr
Hönow (MOZ) Es war Liebe auf den ersten Blick, sagt Joachim Berg. Damals, im Oktober 1950, als seine Bekannte Hertha ihm in Oranienburg auf der Straße nachrief. "Und da drehe ich mich um und da steht neben Hertha Nathalie Pletz. Da habe ich mich gleich ein bisschen in sie verliebt", sagt der 90-Jährige und streicht seiner Frau über den Arm. Diese Liebe manifestierten die beiden am 31. Mai 1952, als sie sich das Ja-Wort gaben. Jetzt feierten sie dieses seltene Fest der Eisernen Hochzeit in ihrem neuen Zuhause im Pflegewohnstift Hönow.

Zur Hochzeit damals blühte noch der Flieder, erinnern sich die Hochbetagten. "Ich hatte mir ein langes, weißes Hochzeitskleid selbst genäht", erzählt die 93-Jährige, die viele Jahre als geschickte Schneiderin arbeitete. Ihr Mann berichtet, dass die Feier mit rund 20 Gästen vor 65 Jahren in der Oranienburger Gaststätte Reichshof stattfand. Zwei Kinder haben die beiden bekommen. Sohn Jürgen, der mit 63 Jahren im vergangenen Jahr starb, wie Joachim Berg unter Tränen erzählt, und Tochter Anita, die 1959 zur Welt kam. Zwei Enkelsöhne gehören zur Familie. "Auf die Urenkel warten wir noch", sagt Joachim Berg, der viele Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Milchwirtschaft gearbeitet hat. Der 90-Jährige erzählt aber auch vom Krieg. Als er mit 17 eingezogen wurde und beim D-Day in der Normandie dabei war. In britische Kriegsgefangenschaft geriet und von Liverpool aus für zweieinhalb Jahre als Kriegsgefangener nach Boston verschifft wurde, wo er arbeitete. Heiligabend 1947 war er wieder zu Hause.

"Wir sind froh, dass wir noch da sind und hier sein dürfen", sagte der Bräutigam zu seinen Gästen. "Dass wir dieses Ehejubiläum geschafft haben, liegt auch daran, dass es nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen gegeben hat. Aber wir waren uns treu. Und meine Nathalie sagt mir heute noch, dass sie mich liebt."

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