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Großmutzer Männer wandern allein

Lustige Truppe: Ob mit dem Rad oder den Wanderstöcken, die Männer erkunden gern gemeinsam die Umgebung von Großmutz. Doch sie scheuen sich auch vor größeren Touren nicht.
Lustige Truppe: Ob mit dem Rad oder den Wanderstöcken, die Männer erkunden gern gemeinsam die Umgebung von Großmutz. Doch sie scheuen sich auch vor größeren Touren nicht. © Foto: Volkmar Ernst/GZ
Volkmar Ernst / 02.06.2017, 07:36 Uhr
Großmutz (GZ) In Großmutz gehen Frauen und Männer getrennte Wege - zumindest was die Wandertouren und den Sport betrifft. Immer donnerstags treffen sich die Männer, um gemeinsam durch Feld, Wald und Flur zu streichen.

Vor hundert und noch mehr Jahren war das erklärte Ziel der Männer bei einem solchen Ausflug, mit frischem Wildbret zurückzukehren, damit Frau und Kinder versorgt sind. Heute geht es auch für Mannsbilder in erster Linie um Fitness und die Gesundheit. Deshalb bleiben Büchse und Falle auch zu Hause. Stattdessen kommen Radel und Wanderstöcke zum Einsatz. Was allerdings sehr angenehm ist, nach ein bis anderthalb Stunden Wanderschaft wartet auf die Teilnehmer ein üppiges Frühstück, das gemeinsam in gemütlicher Runde verspeist wird.

Im Februar 2014 kam die Männerrunde das erste Mal zusammen. Der ehemalige Ortsvorsteher Manfred Augner und Pfarrer Hans-Joachim Vanselow hatten eingeladen. Nicht, weil sie die Frauen nicht leiden konnten, sondern weil sich die Interessen von Frauen und Männer doch tatsächlich unterscheiden - sowohl was das sportliche Engagement betrifft als auch die Themen, die im Anschluss beim Frühstück besprochen werden.

Zur Truppe gehören Daniel Klein, Thomas Gieseke, Bernd Otto, Dirk an der Meulen, Hans-Joachim Vanselow und Dietmar Euhus aus Großmutz sowie als gern gesehener Gast Siegfried Becker aus Linde. "Das ist genau die richtige Größe, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Jeder kann sich einbringen und mitdiskutieren", so Vanselow.

Punkt 8 Uhr treffen sich die Wanderer bei einem der Mitglieder, dann geht's los in die Natur. Da Daniel Klein am Rande von Großmutz in Richtung Hoppenrade wohnt und er Donnerstag der Einladende war, ging es über die Felder und durch den Wald in Richtung des Nachbarortes. "Eine Stunde wandern, zwei Stunden frühstücken. Das ist eine gute Mischung. Deshalb sind in den zurückliegenden drei Jahren auch wirklich nur zwei Wanderungen buchstäblich in den Regen gefallen", erzählt Vanselow weiter und lacht. Ob Sonne oder Schnee, die Männer sind sozusagen wetterfest. Sogar nach Lindow, Herzberg und Neulöwenberg hat es Wanderer bereits verschlagen. Was den Reiz der Treffen noch zusätzlich unterstreicht, sind die anschließenden Gespräche über Gott und die Welt, da sind sich alle Teilnehmer einig. Die Palette der Themen reicht von der Kommunalpolitik über Film, Fernsehen und Bücher bis zu internationalen Themen. "Wichtig ist uns der Gedankenaustausch", erklärt Bernd Otto, warum die sieben ein so eingespieltes Team sind.

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